Schneller im Fass Igus-Energieketten versorgen Roboter für die Weinlese

Quelle: Igus 2 min Lesedauer

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Auch in der Landwirtschaft herrscht Fachkräftemangel, was auch die Weinbauern trifft. Abhilfe schafft jetzt ein Vollernteroboter von CH Engineering.

Hier sieht man den von CH Engineering neu entwickelten, robotischen Vollernter für die Weinlese. Er soll den Fachkräftemangel bei Winzern abmildern. Energieketten von Igus versorgen das System zuverlässig und über viele Jahre hinweg mit Energie.(Bild:  Igus)
Hier sieht man den von CH Engineering neu entwickelten, robotischen Vollernter für die Weinlese. Er soll den Fachkräftemangel bei Winzern abmildern. Energieketten von Igus versorgen das System zuverlässig und über viele Jahre hinweg mit Energie.
(Bild: Igus)

Die Basis der robotischen Erntemaschine, die an der Mosel arbeitet, bildet das Raupenfahrzeug UT110-evo, wie Igus informiert. Mit einer Breite von 1,32 Metern, einer Länge von 3,2 Metern und einem Gewicht von 2,7 Tonnen ist das System relativ leicht und kompakt genug, um auf einem Traktoranhänger transportiert werden zu können, wie es weiter heißt. Diese Eigenschaften ermöglichen schließlich den Einsatz an Weinbergen, wo nicht selten enge Zufahrtstraßen liegen. Nach der Ankunft am Zielort klappt eine seitliche Rampe am Anhänger aus, über die das Fahrzeug in die Rebzeile fährt. Eine Seilwinde verbindet das Fahrzeug mit dem Anhänger und unterstützt es mit einer Zugkraft von 1,5 Tonnen, wodurch Steigungen von bis zu 75 Prozent bewältigt werden können, wie Igus betont. In diesen extremen Weinbergslagen kann der Fahrer die Neigung seines Sitzes am Horizont ausrichten, um die Belastung auf den Körper zu reduzieren.

Igus-Energieketten steigern die Robustheit

Eine wesentliche Leistung der Ingenieure von CH Engineering habe in der Entwicklung eines Fahrzeugs gelegen, das den rauen Bedingungen des Weinbergs dauerhaft trotze und gleichzeitig den Wartungsaufwand für Winzer minimiere. Die Ingenieure entschieden sich unter anderem für Energieketten aus Hochleistungskunststoff von Igus, um die hydraulischen und elektrischen Leitungen vom Fahrzeug zum Erntekopf zu führen. Die Ketten verhindern dabei nicht nur das Abknicken und Verklemmen der Leitungen, sondern eliminieren auch das Risiko, dass sich diese in den Rebstöcken verfangen. Sie tragen außerdem dazu bei, die Langlebigkeit der Maschine zu erhöhen. Die Igus-Energieketten bestehen aus langlebigem, korrosionsfreiem, UV- und chemikalienbeständigem Hochleistungskunststoff, wodurch sie ihre mechanischen Eigenschaften auch ohne Wartungseinsätze über Jahre behalten, wie es dazu heißt. Die Ingenieure haben auch noch klassische Wälzlager aus Metall ersetzt. Denn übliche Lager werden durch den Traubenmost so stark angegriffen, dass sie trotz täglicher Schmierarbeiten nur eine Saison halten und dann ersetzt werden müssen, wie die Vergangenheit zeigte. Deshalb kommen nun auch Kunststoff-Gleitlager von Igus zum Einsatz. Sie sind eben korrosionsfrei, robust und benötigen keinerlei zusätzliche Schmierung, weil bereits im Polymer integrierte Festschmierstoffe einen reibungsarmen Trockenlauf ermöglichen.

Wenn es den Rebstock so richtig schüttelt ...

Eine weitere Komponente des Systems ist der Steillagenvollernter CH 500. Dabei handelt es sich um ein Anbaugerät, das sich in 30 Minuten über sechs Schrauben mit der vorderen Ladefläche des Raupenfahrzeugs verbinden lässt. Seine Form erinnert an einen überdimensionalen Nussknacker. Denn zwei bewegliche Arme sind am oberen Teil der Maschine zu sehen. Sie umschließen den Rebstock. An den Innenseiten dieser Arme befinden sich Schüttelstäbe, die den Rebstock mit bis zu 620 Schwingungen pro Minute in Vibration versetzen und dabei die Weintrauben abschütteln. Ein Auffangsystem unter dem Schlagwerk fängt die Trauben auf und befördert sie über ein Transportsystem in einen Sammelbehälter, wie Igus erklärt. Mit einer Geschwindigkeit von maximal 4,5 Kilometern pro Stunde bewegt sich die Erntemaschine den Weinberg hinab. Das ist deutlich schneller als jeder menschliche Erntehelfer. Beim Rückweg erreicht er, unterstützt durch die Seilwinde, sogar bis zur doppelten Geschwindigkeit. Steht das System wieder auf dem Anhänger, entleeren Mitarbeiter den Behälter und positionieren das Fahrzeug für die nächste Rebzeile, bis die gesamte Ernte eingebracht ist.

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