IFFA 2025 Fleisch- und Proteinverarbeiter aus der ganzen Welt treffen sich in Frankfurt

Von IFFA, Deutscher Fleischer-Verband 3 min Lesedauer

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1.019 IFFA-Aussteller aus 52 Ländern präsentierten der globalen Fleisch- und Proteinwirtschaft innovative Technologien für alle Stufen im Herstellungs- und Vertriebsprozess. Zudem zeigte der Nachwuchs der Fleischer sein Können.

Unter dem Motto „Rethinking meat and proteins“ trifft sich die globale Fleisch- und Proteinwirtschaft zur IFFA in Frankfurt.(Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jochen Günther)
Unter dem Motto „Rethinking meat and proteins“ trifft sich die globale Fleisch- und Proteinwirtschaft zur IFFA in Frankfurt.
(Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jochen Günther)

Die IFFA – Technology for Meat and Alternative Proteins – versammelte vom 3. bis 8. Mai 2025 Aussteller rund um den Globus. Mit ihren Maschinen, Technologien und Lösungen zeigten sie ein umfassendes Bild der Wertschöpfungskette – vom Processing über Verpackung und innovative Zutaten bis hin zu den neuesten Trends im Verkauf. Zu den Top-10 Ausstellernationen zählten nach Deutschland Italien, Spanien, Niederlande, Polen, China, USA, Dänemark, Frankreich und Belgien.

„Die Fleisch- und Proteinverarbeitung steht an der Schwelle zu einem tiefgreifenden Umbruch – angetrieben durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung. Viele unserer Aussteller entwickeln ihre Innovationen gezielt auf den Termin der IFFA hin und präsentieren sie hier erstmals einem internationalen Publikum. Neben diesen Hightech-Lösungen stehen auch kreative Ansätze für neue Produkte auf Basis vielfältiger Proteinquellen im Fokus“, resümierte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

Fleischernachwuchs zeigte Spitzenleistungen

Vier Berufsschulen aus der Bundesrepublik und aus Belgien beteiligten sich mit insgesamt neun Teams am Wettbewerb „Fleischerklassen zeigen ihr Können“, der auf dem Wettbewerbsgelände des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) im Rahmen der IFFA 2025 stattfand.

Die Teams reisten frühmorgens mit schwerem Equipment an, um in mehreren fleischerhandwerklichen Disziplinen ihr Können unter Beweis zu stellen. Innerhalb von nur zwei Stunden mussten die Nachwuchskräfte unter anderem 24 Teile Fingerfood, eine Grillplatte sowie ein küchenfertiges Erzeugnis herstellen und kunstvoll auf Präsentationstischen anrichten. Zusätzlich galt es, eine gemischte Aufschnitt-, Schinken- oder Bratenplatte dekorativ zu legen und zu garnieren. Über alle Disziplinen hinweg galt das Thema Fernost. Erfahrene Juroren bewerteten die Arbeiten nach handwerklicher Qualität, Präsentation und Kreativität.

Große Freude herrschte bei den drei Siegerteams: Jessica Drescher und Thi Bao Quyen Nguyen von der Hans-Wilsdorf-Schule, Lea Maier und Jan Vogel von der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule sowie Soete Sebbe und Milan D´hondt von der Fleischereischule Ter Groene Poorte, Belgie. In der Schulwertung setzte sich die Fleischereischule Ter Groene Poorte, Belgie vor der SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik und der Hans-Wilsdorf-Schule durch.

Künstliche Intelligenz und Datennutzung

Die Fleischverarbeitungsindustrie befindet sich im Wandel – getrieben nicht zuletzt durch den zunehmenden Fachkräftemangel. Dieser stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen, erweist sich jedoch gleichzeitig als Katalysator für Innovationen. In den vergangenen Jahren haben insbesondere Automatisierung und Digitalisierung dazu beigetragen, Kosten zu senken und Prozesse effizienter zu gestalten. Aktuell eröffnet der Einsatz künstlicher Intelligenz neue Perspektiven für die Branche.

Als nächste Entwicklungsstufe verspricht sie tiefgreifende Veränderungen in der Produktion. Ein Beispiel ist der Einsatz von KI-gestützter Bilderkennung zur automatisierten Sortierung von Fleisch. Dies entlastet das Personal und ermöglicht den Mitarbeitenden, sich verstärkt auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren. Ein weiteres zukunftsweisendes Innovationsfeld liegt in der intelligenten Nutzung von Produktionsdaten. Durch Echtzeit-Datenanalyse, Condition Monitoring und Predictive Maintenance lassen sich Prozesse nicht nur transparenter und effizienter gestalten, sondern auch nachhaltiger. Die gezielte Wertschöpfung aus Daten schafft somit die Grundlage für eine zukunftsfähige Fleischverarbeitung.

Besucher ziehen positives Fazit

Alternative Proteine sind ein zunehmendes Segment der Lebensmittelindustrie – das zeigte sich auch am Interesse an der World of New Proteins, die erstmals auf der IFFA ein eigenes Ausstellungsareal belegte. Innovationen rund um Geschmack, Textur und Nährwert standen im Mittelpunkt des Interesses. Neue Produkte basierend auf pflanzlichen Proteinen und Mykoproteinen aus Pilzen sowie die Präzisionsfermentation waren die zentralen Gesprächsthemen.

Mehr als die Hälfte der Besucherinnen und Besucher geht von einer Verbesserung der Konjunktur aus – ein Drittel geht davon aus, dass sie gleich bleibt. Die Befragten waren begeistert von der IFFA: 98 Prozent gaben an, ihre Messeziele erreicht zu haben. Auch im Hinblick auf das Angebot der Aussteller war die Zufriedenheit mit 95 Prozent außerordentlich hoch. „Was mich besonders gefreut hat, war das Feedback zu der spürbar positiven Stimmung in den Hallen. Trotz aktuell herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen herrschte an den Ständen ein echter Aufbruchsgeist. Die IFFA hat gezeigt, wie viel Innovationskraft in der Branche steckt – und dass sie bereit ist, in die Zukunft zu investieren“, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

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Nach dem sich die Tore der IFFA geschlossen hatte, zählte der Veranstalter 63.117 Besucherinnen und Besucher aus 144 Ländern. Auch in Sachen Internationalität könnte die Messe zulegen: „Drei von vier Besucher*innen kamen aus dem Ausland nach Frankfurt – und gerade auch von außerhalb Europas, wie beispielsweise aus den USA, China, Südamerika und Australien", resümiert Wolfgang Marzin.

Die nächste IFFA findet vom 13. bis 18. Mai 2028 statt.

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