Fleischwirtschaft 2025 Mehr Schweine, weniger Rinder: Deutsche Fleischproduktion stagniert auf niedrigem Niveau

Von Statistisches Bundesamt, Statista 2 min Lesedauer

Die deutschen Schlachtbetriebe produzierten 2025 rund 6,9 Millionen Tonnen Fleisch – minimal weniger als im Vorjahr. Auffällig ist die gegensätzliche Entwicklung: Schweinefleisch legte um 1,1 Prozent zu, während Rindfleisch um 6 Prozent einbrach.

Mit 6,9 Millionen Tonnen blieb die Fleischerzeugung 2025 nahezu unverändert – 17 Prozent unter dem Höchststand von 2016. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mit 6,9 Millionen Tonnen blieb die Fleischerzeugung 2025 nahezu unverändert – 17 Prozent unter dem Höchststand von 2016.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2025 mit 6,9 Millionen Tonnen Fleisch nahezu unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtbetriebe 2025 nach vorläufigen Ergebnissen 0,2 Prozent oder 15 400 Tonnen weniger Fleisch als im Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 48,5 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 697,3 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Zuvor war die Fleischproduktion im Jahr 2024 erstmals seit 2016 wieder gestiegen. Im Jahr 2016 hatte sie mit 8,3 Millionen Tonnen Fleisch ihren bisherigen Höchststand erreicht. Im Vergleich dazu war die Schlachtmenge im Jahr 2025 um 17,0 Prozent niedriger.

Schweinefleisch: Schlachtmenge um 1,1 Prozent gestiegen

Mit 44,9 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2025 stieg die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent oder 259 700 Tiere. Dabei erhöhte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 2,0 Prozent auf 44,1 Millionen Tiere. Die Zahl importierter Schweine, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, sank dagegen um 43,3 Prozent auf 759 200 Tiere. Insgesamt produzierten die deutschen Schlachtbetriebe im Jahr 2025 rund 4,3 Millionen Tonnen Schweinefleisch. Das waren 1,1 Prozent oder 49 100 Tonnen mehr als im Jahr 2024.

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Rindfleisch: Schlachtmenge um 6,0 Prozent gesunken

Die Zahl der im Jahr 2025 gewerblich geschlachteten Rinder ging gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 2,8 Millionen Tiere zurück. Die Schlachtmenge sank um 6,0 Prozent auf 0,9 Millionen Tonnen Rindfleisch. Für das Jahr 2025 prognostizierte die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO eine weltweite Rindfleischproduktion von rund 78 Millionen Tonnen. Gemessen an der gesamten Fleischproduktion entspricht dies einem Anteil von rund 20,5 Prozent.

Geflügelfleisch: Schlachtmenge unverändert

Die Schlachtmenge an erzeugtem Geflügelfleisch blieb im Jahr 2025 gegenüber 2024 mit 1,6 Millionen Tonnen unverändert. Dabei stieg die Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch um 3,6 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen, während die Produktion von Putenfleisch (Truthahnfleisch) um 7,7 Prozent auf 376 800 Tonnen zurückging. Insgesamt wurden von Geflügelschlachtereien in Deutschland im Jahr 2025 rund 697,3 Millionen Hühner geschlachtet, darunter 640,3 Millionen Jungmast- und 20,7 Millionen Suppenhühner sowie 27,6 Millionen Puten und 8,3 Millionen Enten.

Globaler Fleischbedarf wächst

FAO prognostizierte die weltweit produzierte Menge an Fleisch für das Jahr 2025 auf rund 380,5 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Jahr 2000 wuchs die produzierte Fleischmenge somit um etwa 150 Millionen Tonnen an. Statista ordnet diese Entwicklung ein: In den vergangenen Jahren konnte ein Wandel in der globalen Landwirtschaft beobachtet werden. Die Produktionskosten von Fleisch wurden durch den ansteigenden Anbau von Futtermitteln wie Soja oder Mais geringer, dadurch vergrößerte sich das Fleischangebot in vielen Staaten. Vor allem in den bevölkerungsreichen Staaten Asiens stieg die Nachfrage nach verschiedenen Fleischsorten. Daher wird das meiste Fleisch mittlerweile auf dem asiatischen Markt produziert. Schweine- und Geflügelfleisch werden dabei am häufigsten produziert.

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