Kakaovermahlung in Deutschland Im zweiten Quartal 2024 wurde mehr Kakao vermahlen

Von Manja Wühr 2 min Lesedauer

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Nach schwierigen Zeiten für Kakao verarbeitende Betriebe melden der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie BDSI nun positive Nachrichten: Im zweiten Quartal haben von der Bohne aus arbeitenden Unternehmen in Deutschland mehr Kakao vermahlen. Auch die Preise gehen zurück.

Deutsche Unternehmen hat im zweiten Quartal 2024 mehr Kakao vermahlen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Deutsche Unternehmen hat im zweiten Quartal 2024 mehr Kakao vermahlen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wie der BDSI in einer aktuellen Pressemitteilung meldet, haben die zehn von der Bohne aus arbeitenden Unternehmen in Deutschland, die mit ihren Produktionsstätten am Meldeverfahren teilnehmen, haben im 2. Quartal 2024 insgesamt 101.651,7 Tonnen Kakao vermahlen. Dies bedeutet im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal eine Zunahme um 7,8 Prozent.

Gesamteuropäisch ist die Tendenz in der Vermahlung in diesem Quartal ebenfalls positiv. Die Europäische Kakaoorganisation (ECA) meldet für das 2. Quartal 2024, dass 357.483 Tonnen Rohkakao vermahlen wurden. Dies entspricht einem Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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Der Kakaomarkt: Preise, Herkunftsländer, Verarbeitungs- und Erntemengen

Preis von Kakaobohnen im Welthandel: Seit September 2022 sank der Preis für Kakao im Mai 2024 erstmals wieder. Wie die Statista-Grafik zeigt lag der durchschnittliche Handelspreis für eine Tonne des wertvollen Rohstoffs der Süßwarenindustrie bei rund 7.763,37 US-Dollar. Dies entspricht etwa 7,182,71 Euro pro Tonne. Im April 2024 mussten Unternehmen noch durchschnittlich 9876,58 US-Dollar pro Tonne zahlen – absoluter Spitzenwert in der vergangenene zwei Jahren.

Wichtigste Herkunftsländer für Importe von Kakaobohnen in Deutschland: Die Elfenbeinküste ist auch 2023 das führende Lieferland von Kakaobohnen für den deutschen Markt. Rund 189.200 Tonnen Kakaobohnen hat der afrikanische Staat im Jahr 2023 nach Deutschland exportiert. Das markiert einen Rückgang im Vergleich zu Vorjahr, da lieferte die Elfenbeinküste noch 226.190 Tonnen.

Verarbeitung von Kakaobohnen in Europa: Im Jahr 2023 wurde nach Angaben der European Cacao Association rund 1,44 Millionen Tonnen Kakaobohnen in der europäischen Lebensmittelindustrie verarbeitet. Wie die Statista-Auswertung zeigt, ist die Verarbeitung in Europa seit 2000 gestiegen – jedoch gibt es seit 2008 starke Schwankungen.

Erntemenge der führenden Anbauländer: Für das Erntejahr 2023/24 prognostizierte die International Cocoa Organization für die Elfenbeinküste eine Erntemenge von rund 1,8 Millionen Tonnen Kakaobohnen. Damit ist das westafrikanische Land der größte Produzent von Kakao weltweit. Das zweitwichtigste Ernteland ist Ghana. Der Kakaobaum kann nur unter besonderen klimatischen Bedingungen im sogenannten „Kakaogürtel“ gedeihen und Früchte tragen.

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