Smart Infrastructures
Wie ein Süßwarenhersteller zukunftsfähige Infrastrukturen in der Fertigung realisiert

Von Dr. Kai Magenheimer, Partner, EFESO Management Consultants 5 min Lesedauer

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Viele Industrieunternehmen sind mit der Herausforderung konfrontiert, ihre physischen und digitalen Infrastrukturen zu verbessern und miteinander in Einklang zu bringen. Ein Fallbeispiel aus der Lebensmittelindustrie zeigt Ansatzpunkte, über die sich Erfolge erzielen und weiter ausbauen lassen.

Mithilfe der Digitalisierung der Süßwarenproduktion lassen sich Reaktionszeiten auf Ereignisse in der Linie verkürzen.  (Bild:  dima - stock.adobe.com)
Mithilfe der Digitalisierung der Süßwarenproduktion lassen sich Reaktionszeiten auf Ereignisse in der Linie verkürzen.
(Bild: dima - stock.adobe.com)

Wer nachhaltig in die Zukunft investiert, investiert immer auch in Infrastruktur. Hier bietet die physische Substanz der produzierenden Industrie jedoch ein uneinheitliches Bild. Viele Unternehmen achteten in den vergangenen Jahren konsequent darauf, ihre Infrastruktur flexibel, innovativ und effizient zu gestalten – während andernorts über Jahre oder gar Jahrzehnte an der Wartung und Modernisierung von Maschinen, Anlagen, Ausrüstungen und Gebäuden gespart wurde. In diesem Fall ist man früher oder später mit einem typischen Merkmal von Infrastrukturen konfrontiert: Es geht lange gerade noch gut – bis es gar nicht mehr geht. Entsteht dann ein hoher und dringender Investitionsbedarf, gerät man schnell in eine gefährliche Abwärtsspirale und die mangelhafte Infrastruktur wird zu einem existenzbedrohenden Problem.

Best Practice: Digitalisierung in der Süßwarenproduktion

Die Entscheidung, wie mit einer Infrastruktur umgegangen werden muss, die marode ist oder nicht mehr den strategischen und technologischen Erfordernissen entspricht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Prozessanlagen der Lebensmittelindustrie sind ein gutes Beispiel für die mögliche Dimension der Herausforderung: Solche Systeme zu verlagern, ist anspruchsvoll, zeit- und kostenintensiv und kann zu nachfolgenden Funktionsproblemen führen. Das gilt umso mehr, wenn nicht nur einer, sondern mehrere, weltweit verteilte Produktionsstandorte auf ein ideales, gleichwertiges Leistungsniveau gebracht werden sollen.