Digitale Molkerei
Von wegen alles Käse - Warum deutsche Molkereien bei der Digitalisierung aufholen

Von Anke Geipel-Kern 4 min Lesedauer

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Was Käse, Milch und Joghurt-Produktion mit Digitalisierung zu tun haben? Datenmanagement, smarte Technologien und flexible Herstellungsverfahren machen die Produktion effizienter und können so manchen Cent sparen. In einer Branche, die unter dem Preisruck im Discounter, wie kaum eine andere leidet, wird Digitalisierung zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

 Damit die Milch ins Glas kommt wird immer mehr digitale Technik eingesetzt. (Bild:  Devanath)
Damit die Milch ins Glas kommt wird immer mehr digitale Technik eingesetzt.
(Bild: Devanath)

Nein, mit Bauernhofromantik, dem Duft nach kuhwarmer Milch oder handgeschöpften Käseleiben hat ein moderner Molkereibetrieb heute nichts mehr zu tun. Milchverarbeitung ist Hightech-Produktion - das verdeutlicht z.B. ein Blick in die Leitzentrale der Molkerei Ammerland. Auf einer Phalanx an Bildschirmen hat der Betriebsleiter alle Produktionssysteme im Blick - ohne Automatisierung geht hier gar nichts mehr. Chargentracking, Sensorbasierte Qualitätskontrolle und die auf Echtzeitdaten basierte Produktionskontrolle haben längst Einzug gehalten in das traditionsreiche Gewerbe - die Molkerei Ammerland arbeitet schon seit 2013 mit einem vernetzten Siemenssystem und mittlerweile ziehen andere Betriebe nach.

Digitalisierung ist auf der Agenda

Das unterstreicht auch der DLG-Trendmonitor Molkereiwirtschaft, welcher die Branche schon im Jahr 2019 auf dem Digitalisierungspfad sieht.