Brauerei-Ranking 2024: Die Top 40 der Brauereien Drei Brauereien versorgen die halbe Welt mit Bier

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Die Top 40 der Brauereien weltweit ist für das Jahr 2024 veröffentlicht. In der Analyse des Hopfenhändlers Barth-Haas schaffen es nur sechs deutsche Brauereien ins Ranking. Der deutsche Biermarkt schrumpft tendenziell schon seit längerer Zeit.

Die drei Brauereien mit den größten Bierproduktionen kommen aus Belgien, den Niederlanden und China. Sie allein brauen die Hälfte des weltweit verkauften Biers.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die drei Brauereien mit den größten Bierproduktionen kommen aus Belgien, den Niederlanden und China. Sie allein brauen die Hälfte des weltweit verkauften Biers.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Deutsche Brauereien spielen im globalen Biergeschäft eine immer kleinere Rolle. Nur noch sechs deutsche Hersteller schaffen es unter die 40 größten Brauereigruppen weltweit, wie eine aktuelle Analyse des Hopfenhändlers Barth-Haas zeigt. Dabei verloren die meisten deutschen Vertreter 2024 an Boden.

Die weltweite Bierproduktion schrumpfte im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 1,64 Milliarden Hektoliter. Drei Großkonzerne dominieren den Markt und sind gemeinsam für mehr als die Hälfte des weltweit verkauften Biers verantwortlich: Der belgische Konzern AB InBev produzierte allein fast 500 Millionen Hektoliter und braute damit fast ein Drittel des weltweiten Biers. Heineken aus den Niederlanden folgt mit 241 Millionen Hektolitern, China Res. Snow Breweries steht mit 109 Millionen Hektolitern an dritter Stelle.

Deutschland weit abgeschlagen im internationalen Brauerei-Ranking

Die sechs größten deutschen Gruppen brauten zusammen lediglich 42,5 Millionen Hektoliter. Größter deutscher Bierkonzern bleibt die Radeberger Gruppe, die mit 10,4 Millionen Hektolitern auf Platz 23 liegt (Vorjahr 22). Zu ihr gehören neben der gleichnamigen Marke unter anderem Jever, DAB, Berliner Pilsner und Sternburg.

Von den deutschen Herstellern erzielte nur die Bitburger Braugruppe ein Plus von 1,5 Prozent. Die TCB Beteiligungsgesellschaft, zu der etwa die Brauereien Feldschlösschen in Dresden und Gilde in Hannover gehören, hielt ihren Bierausstoß konstant. Die Paulaner Gruppe schnitt wie der Durchschnitt der Top 40 ab (minus 0,6 Prozent).

Sowohl bei der Radeberger Gruppe als auch bei Krombacher steht ein Rückgang von 1,4 Prozent. Ein kräftiges Minus von zwölf Prozent weist die Analyse für die Oettinger Gruppe aus.

Nach der Radeberger Gruppe folgen TCB auf Platz 28 (26), Oettinger auf 30 (25), Paulaner auf 31 (29), Krombacher auf 32 (31) und Bitburger auf 33 (32).

Wie Russland dem deutschen Biermarkt zusetzt

Vor allem Verstaatlichungen ausländischer Brauaktivitäten in Russland sorgten dafür, dass alle deutschen Bierhersteller in der Rangliste nach unten rutschten. Mit Baltika kehrt die größte Brauerei der Russischen Föderation auf Platz zwölf in die Rangliste zurück, die nun unabhängig vom früheren Mutterkonzern Carlsberg agiert. Neu unter den Top 40 steht zudem die russische Gruppe OPH Vereinigte Brauereien, einst Teil von Heineken, die auf Platz 24 rangiert.

Brauereisterben trifft die Kleinen

Der Druck auf kleinere und mittelgroße Brauereien wächst weltweit. Als Hauptgrund nennen die Experten von Bart-Haas die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die mittelständische Brauer kaum mit Preiserhöhungen ausgleichen können. Die Folgen: Betriebsaufgaben, Fusionen und Marktaustritte.

In Deutschland gab es 2024 noch knapp 1.500 Brauereien, davon gut 620 aus Bayern. In der Rangliste für 2020 waren noch acht deutsche Bierhersteller vertreten - damals waren noch Warsteiner und kurzzeitig Veltins dabei. Der deutsche Biermarkt schrumpft tendenziell schon seit längerer Zeit.

Das Ranking der 40 größten Brauereien wird jährlich veröffentlicht. Es enthält teilweise Schätzungen, zudem korrigierten die Analysten einige Vorjahreszahlen nachträglich. Die Daten der Jahre 2021 bis 2023 sind in der folgenden Grafik zusammengefasst (geordnet nach der Rangfolge 2023):

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