Tarifverhandlung in der Süßwarenindustrie NRW Tarifstreit geht weiter

Von Manja Wühr 2 min Lesedauer

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Arbeitgeber und Gewerkschaften haben am 7. Oktober ihre Verhandlungen fortgesetzt, jedoch keine Einigung erzielt. Beide Seiten einigten sich lediglich auf einen neuen Verhandlungstermin.

Arbeitgeber machen Angebot von insgesamt 5 % mehr Lohn, aber eine Einigung bleibt aus.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Arbeitgeber machen Angebot von insgesamt 5 % mehr Lohn, aber eine Einigung bleibt aus.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben am 7. Oktober die Ende Juni begonnene Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Süßwarenindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen in dritter Verhandlungsrunde fortgesetzt.

„Wir haben intensiv und sehr ernsthaft miteinander verhandelt. Weiterhin unterstreichen die Arbeitergeber den festen Willen, im Sinne ihrer Belegschaften, aber auch der Betriebe, schnellstmöglich zu einem Tarifabschluss zu kommen. Wir hoffen, dieses Ziel am 18.11.2024 gemeinsam zu erreichen“, erklärt Dr. Mario Mundorf, Tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI.

Wie die NGG mitteilt, war in Nordrhein-Westfalen in der 37. Kalenderwoche die zweite Warnstreikwelle der Süßwaren-Beschäftigten angelaufen: in Aachen bei Lindt & Sprüngli, Lambertz, A&W Feinbackwaren, Bon Gelati und Solent. Nach einer gemeinsamen Kundgebung ging es mit Bussen nach Bonn, um die Kolleginnen und Kollegen bei Haribo zu unterstützen. Diese waren zum ersten Mal in der Firmengeschichte in den Streik getreten. Auch sie wollten angemessene Lohnerhöhungen und seien sauer, dass die Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlung Anfang September kein verbessertes Angebot vorgelegt haben, so die Gewerkschaft.

Stand 05.09.2024

Seit Ende Juni verhandeln der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen neuen Tarif für die Beschäftigten der Süßwarenindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen. Wie der BDSI mitteilt, wurde trotz konstruktiver und intensiver Gespräche die Tarifverhandlung einvernehmlich vertagt und soll am 7. Oktober fortgeführt werden.

Die Arbeitgeberseite hat in einem angepassten Angebot eine faire Erhöhung der Vergütung um insgesamt 5 Prozent für eine Laufzeit von 24 Monaten in zwei Stufen angeboten: So soll es 2,8 Prozent mehr Lohn für den Zeitraum 01.07.2024 bis 30.06.2025 geben und 2,2 Prozent mehr für den Zeitraum 01.07.2025 bis 30.06.2026. Das Angebot der Arbeitgeber liege deutlich über der Inflationsrate von derzeit 1,9 Prozent, so der BDSI.

Die NGG verhandelt derzeit nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in sechs der insgesamt neun Tarifgebiete. Sie fordert für die Beschäftigten der Süßwarenindustrie 9,9 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 360 Euro mehr im Monat, für Auszubildende 190 Euro.

Dr. Mario Mundorf, Tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI: „Wir unterstreichen seitens der Arbeitergeber unseren ernsthaften Willen [...] im nächsten Verhandlungstermin zu einem Tarifabschluss zu kommen.“(Bild:  BDSI)
Dr. Mario Mundorf, Tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI: „Wir unterstreichen seitens der Arbeitergeber unseren ernsthaften Willen [...] im nächsten Verhandlungstermin zu einem Tarifabschluss zu kommen.“
(Bild: BDSI)

„Trotz gegenseitiger Annäherung war eine Einigung heute leider noch nicht möglich“, erklärt Dr. Mario Mundorf, Tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI. „Wir unterstreichen seitens der Arbeitergeber unseren ernsthaften Willen, im Sinne unserer Belegschaften, aber auch unserer Betriebe, im nächsten Verhandlungstermin zu einem Tarifabschluss zu kommen.“

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