Markt für Speiseeis Deutsche haben 2023 weniger Eis gegessen

Von Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie 2 min Lesedauer

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Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, selten schmeckt das Eis so gut. Oder? 2023 griffen die Deutschen nicht ganz so oft zur gefroren Süßspeise. Zahlen, Daten, Fakten hat BDSI veröffentlicht.

Pro-Kopf-Verbrauch von Speiseeis lag 2023 in Deutschland bei 7,9 Liter.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Pro-Kopf-Verbrauch von Speiseeis lag 2023 in Deutschland bei 7,9 Liter.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die industriellen Hersteller von Speiseeis haben im Jahr 2023 in Deutschland 543,7 Millionen 2022: waren es noch 556,8 Millionen. Liter Liter Speiseeis abgesetzt. Dies entspricht einem Mengenrückgang von -2,4 Prozent. Der Umsatz 2023 stieg hingegen inflationsbedingt deutlich um 10,5 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. 2022 waren es 2,66 Milliarden Euro.

Mit 7,9 Litern verzeichnete der Pro-Kopf-Verbrauch 2023 gegenüber dem Jahr 2022 (8,1 Liter) ebenfalls einen leichten Rückgang. Im jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 7,9 Liter ist neben dem industriell hergestellten Eis (6,4 Liter) auch eine Schätzung für Eisdielen-Eis sowie Soft-Eis (1,5 Liter) enthalten. Er spiegelt den rückläufigen Markt wider und liegt im langjährigen Normalbereich.

Hauptursachen für den Absatzrückgang waren nach Angaben des E.I.S. Eis Info Service des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. die hohe Inflation sowie die verregneten Sommermonate Juli und August 2023. Auch das Frühjahr 2023 war eher unbeständig, während sonnenreiche Hochdruckphasen im September den Sommer und damit das Eis-Vergnügen verlängerten. Die Inflation wirkte sich unmittelbar auf die Entwicklung auch beim Speiseeis aus, die Menschen hielten 2023 ihr Geld zusammen. Die gestiegenen Kosten für Rohwaren, Personal, Energie, Verpackung und Logistik hatten einen Anstieg der Verbraucherpreise zur Folge. Demzufolge hat sich der Umsatz von Speiseeis deutlich stärker als der Absatz entwickelt.

Gestiegen ist im Jahr 2023 ausschließlich der Verkauf von Multipackungen. Der Absatz von Speiseeis der Markeneishersteller in der Gastronomie (Restaurants, Cafés, Biergärten) sowie der Absatz von Impulseis wie z. B. Eis am Stiel, Eis-Riegel oder Sandwich-Eis an Tankstellen, Flughäfen, Bahnhöfen, Kiosken, Schwimmbädern, Freizeitparks war 2023 hingegen rückläufig und sank auf 46 Mio. Liter (2022: 51 Millionen Liter). Damit liegt der Außer-Haus-Verkauf von Speiseeis (Impulseise und Gastronomie) noch immer erheblich unter dem Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 (67 Millionen Liter).

Mit 497 Millionen Litern verzehren die Deutschen den mit Abstand größten Teil des Speiseeises aber zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon. Dabei liegen die Multipackungen mit 252 Millionen Litern erstmals vor den Haushalts-/Familien-Packungen mit 245 Millionen Litern.

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