Weinanalytik mittels IC-ICP-MS Phosphonat in Biowein? Neue Methode differenziert die Herkunft von Rückständen
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Biowein, und trotzdem belastet? Nicht immer sind erhöhte Phosphonatwerte auf Pestizidanwendung im Weinberg zurückzuführen. Eine neue Methode der Hochschule Geisenheim unterscheidet erstmals zuverlässig zwischen Eintragswegen. Damit können Winzer Gegenmaßnahmen ergreifen – und Kontrolllaboren steht ein neuer Weg offen, um Bio-Zertifizierungen objektiv zu bewerten.
Bioprodukte sind seit Jahren ein Verkaufsargument für eine große Zahl von Verbrauchern. Auch beim Wein hat sich das Konzept des Bioanbaus als starkes Markenversprechen etabliert. So ist zum Beispiel der Einsatz von Kaliumphosphonat im ökologischen Weinbau bereits seit über zehn Jahren in der EU verboten. Trotzdem tauchen Rückstände dieser als Pflanzenschutzmittel eingesetzten Substanzgruppe regelmäßig in ökologischen Produkten auf, insbesondere in Bioweinen. Und das hat nicht unbedingt etwas mit einem neuen Lebensmittelskandal zu tun, denn nicht nur Pestizidbehandlung trägt Phosphonat in die Weine ein. Die Substanz wird auch über die Wurzeln aus dem Boden aufgenommen und kann durch erhöhte Rückstandsgehalte im Grundwasser ebenfalls im Endprodukt Wein nachweisbar sein. Altlasten im Boden oder der unbeabsichtigte Eintrag über Düngemittel und önologische Hilfsstoffe sind mögliche Rückstandsursachen.
Für Winzer sowie entsprechende Kontrollstellen von Verbänden und Staat ist das ein heikles Thema: Bereits geringe Konzentrationen können dazu führen, dass Produkte nicht mehr als „Bio“ verkauft werden dürfen. Die analytische Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Herkunftswege voneinander zu unterscheiden – denn die klassische Rückstandsanalytik beschränkt sich auf die Quantifizierung der Phosphonsäure, ohne Auskunft über ihre Entstehung zu geben.
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