Ernährungsempfehlung der DGE Wie viel Ei darf's sein?

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Ernährung 2 min Lesedauer

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Ostern steht vor der Tür und damit wieder einmal die Frage: Wie viele Eier sind eigentlich noch ok? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat dafür eine Empfehlung. Worauf diese basiert und ob man sich zu Ostern beim Eieressen zurückhalten sollte, verrät diese Meldung.

Bunt gefärbte Eier gehören immer noch für viele zu Oster dazu. So steigt an den Osterfeiertagen in Deutschland traditionell auch der Eierverbrauch – ob beim Frühstück, beim Backen oder als Snack zwischendurch. Gerade jetzt stellt sich daher die Frage, wie gesund Eier sind. (Bild:  Gemini / 3.1 Flash Image / KI-generiert)
Bunt gefärbte Eier gehören immer noch für viele zu Oster dazu. So steigt an den Osterfeiertagen in Deutschland traditionell auch der Eierverbrauch – ob beim Frühstück, beim Backen oder als Snack zwischendurch. Gerade jetzt stellt sich daher die Frage, wie gesund Eier sind.
(Bild: Gemini / 3.1 Flash Image / KI-generiert)

Eier liefern hochwertiges Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin A, D und B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Eisen und Zink. Auch die lange diskutierte Frage nach dem Cholesterin wird heute differenzierter betrachtet, denn nicht bei allen Menschen führt Nahrungscholesterin – wie aus Eiern – zu einem Anstieg der Cholesterinkonzentration im Blut.

„Bunt und gesund essen und dabei die Umwelt schonen“, lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Damit sind allerdings keine bunten Ostereier gemeint. Im Mittelpunkt steht eine pflanzenbetonte Ernährung – zu rund drei Vierteln aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und pflanzlichen Ölen. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier ergänzen den Speiseplan und machen etwa ein Viertel aus.

Und wie viel Eier sollte man nun essen – bzw. wie wenig? Als Orientierungswert gibt die DGE ein Ei pro Woche an. Doch woher kommt dieser Wert?

Modell berücksichtigt Nährstoffbedarf, Gesundheit und Umwelt

Die DGE hat die empfohlenen Lebensmittelmengen mit einem mathematischen Modell berechnet, das ein Ernährungsmuster ausgibt, welches viele Anforderungen gleichzeitig erfüllt: Es deckt den Nährstoffbedarf, ist möglichst gesund und umweltfreundlich und dabei möglichst nah an dem, was die Deutschen üblicherweise essen. Unter all diesen Vorgaben hat das Modell die Mengen für beispielsweise Obst, Gemüse und Vollkorn erhöht, für Softdrinks und Fleisch gesenkt, aber die Menge an Eiern ist so hoch geblieben, wie sie in Deutschland durchschnittlich ist. Eier, die in verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln, Gebäck oder Kuchen enthalten sind, sind darin nicht eingerechnet und kommen zusätzlich hinzu. Die Portionsangabe von einem Ei pro Woche beruht nicht auf einer Begrenzung aus gesundheitlichen Gründen, beispielsweise aufgrund von Cholesterin, sondern ist eben das Ergebnis dieses mathematischen Modells.

In dem von der DGE empfohlenen Ernährungsmuster ist diese Ei-Menge in Kombination mit den anderen Lebensmitteln für die Nährstoffzufuhr und Gesundheit ausreichend und belastet zugleich die Umwelt nicht stärker als nötig. Wer weniger Fleisch und Fisch isst als empfohlen, kann diesen Spielraum nutzen, um mehr andere tierische Lebensmittel wie Eier oder Milchprodukte zu verzehren. Die Empfehlungen sind dabei als Orientierung zu verstehen und nicht als starre Vorgaben.

Langfristige Ernährungsweise entscheidend

Wer zu Ostern mehr Eier verzehrt, kann diese laut DGE ohne schlechtes Gewissen genießen. Entscheidend ist nicht der einzelne Feiertag, sondern die langfristige Ernährungsweise. Eine pflanzenbetonte, abwechslungsreiche Ernährung bildet die Grundlage für die Gesundheit. Eier können diese sinnvoll ergänzen.

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