Zahl der beanstandeten Ei-Proben ist sehr gering. Ostern sicher genießen – Hühnereier im Check

Quelle: Pressemitteilung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL 2 min Lesedauer

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249 Eier pro Kopf wurden durchschnittlich in Deutschland im letzten Jahr konsumiert – nicht nur zu Ostern. Ob das gesund ist oder nicht, darüber lässt sich diskutieren, auch wegen einer möglichen Belastung mit Dioxinen, Arzneimittelrückständen oder Salmonellen. Doch tatsächlich zeichnen die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung ein sehr positives Bild der Lebensmittelsicherheit von Eiern.

Auch wenn Eier nur selten mit potenziell krankmachenden Bakterien verunreinigt sind, sollten insbesondere beim Umgang mit rohen Eiern bestimmte Hygienemaßnahmen befolgt werden (Symbolbild).(Bild:  frei lizenziert, Alexander Grey / Unsplash)
Auch wenn Eier nur selten mit potenziell krankmachenden Bakterien verunreinigt sind, sollten insbesondere beim Umgang mit rohen Eiern bestimmte Hygienemaßnahmen befolgt werden (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert, Alexander Grey / Unsplash)

Regelmäßig überprüft das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Produkte auf ihre Sicherheit, dazu gehören auch Hühnereier. Pünktlich zu Ostern gibt eine Pressemeldung des BVL Entwarnung – zumindest in Teilen. Die Daten der Nationalen Berichterstattung zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln für das Jahr 2023 und für die ersten drei Quartale des Jahres 2024 zusammengefasst zeigen, dass es generell keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte in Hühnereiern gibt.

Aus den Daten zum Nationalen Rückstandskontrollplan für Lebensmittel tierischen Ursprungs der letzten drei Jahre geht hervor, dass im Jahr 2022 nur in einer Probe ein Tierarzneimittelrückstand in Eiern gefunden wurde.

Industriechemikalien im Hühnerei

Anders sieht es bei den bedenklichen Substanzklassen der Dioxine und polychlorierten Biphenyle (PCB) aus. Diese Verbindungen können vor allem in Eiern aus Freilandhaltung vorkommen. Sie gelangen beispielsweise aus Industrieprozessen in die Umwelt, sind allgegenwärtig und werden daher auch von den Hühnern beim Futterpicken aufgenommen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen belegen, dass die Höchstgehalte von Dioxinen beziehungsweise PCB in vier bis sieben Prozent der getesteten Proben überschritten wurden. Bei Eiern aus Bodenhaltung oder ökologischer Erzeugung waren keine beziehungsweise kaum (≤ 2%) Höchstgehaltsüberschreitungen nachweisbar.

Wie steht es um die Salmonellenbelastung von Eiern?

Frische Eier können auch mit gesundheitsgefährdenden Bakterien verunreinigt sein. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Salmonellen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Anders als in der Vergangenheit konnten im Zoonosen-Monitoring 2020 weder bei Eiern aus Eierpackstellen noch aus dem Einzelhandel in den untersuchten Proben der Eierschalen Salmonellen nachgewiesen werden. Alle untersuchen Eier waren frei von Salmonellen.

Auch wenn Eier nur selten mit potenziell krankmachenden Bakterien verunreinigt sind, sollten insbesondere beim Umgang mit rohen Eiern bestimmte Hygienemaßnahmen befolgt werden. So sollte beispielsweise beim beliebten Ausblasen von Eiern, z. B. zu Ostern, der direkte Kontakt mit dem Mund vermieden und Hilfsmittel wie ein gekürzter Trinkhalm oder eine Einwegspritze genutzt werden. Die Eier sollten anschließend innen und außen vorsichtig mit Wasser und Spülmittel gereinigt und die Hände gründlich gewaschen werden. So steht dem gesunden Osterfest nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen: Amtliche Lebensmittelüberwachung auf der Website des BVL.

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