Tarifkonflikt beigelegt Oettinger schließt Tarifpaket ab: mehr Lohn und flexible Arbeitszeiten

Von Oettinger, NGG, dpa 1 min Lesedauer

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Nach monatelangem Konflikt haben Oettinger Getränke und die Gewerkschaft NGG einen Tarifkompromiss erzielt. Im Gegenzug zu Gehaltserhöhungen sind künftig bis zu 45 Wochenstunden in der Hochsaison möglich.

Die Oettinger Brauerei hat sich mit der NGG auf neue Tarifverträge mit 3,8 Prozent Lohnplus geeinigt.(Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Die Oettinger Brauerei hat sich mit der NGG auf neue Tarifverträge mit 3,8 Prozent Lohnplus geeinigt.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Nach einem monatelangen Tarifkonflikt haben die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Oettinger Getränke einen Kompromiss erzielt. Die Einigung umfasst neue Mantel- und Entgelttarifverträge mit einer Laufzeit bis zum 31. Mai 2027 für die Standorte Oettingen, Mönchengladbach und Walldorf.

Gehaltserhöhungen

Die Beschäftigten erhalten insgesamt 3,8 Prozent mehr Lohn in drei Stufen:

  • 2,0 % rückwirkend ab 1. Juni 2025
  • 0,8 % ab 1. Januar 2026
  • 1,0 % ab 1. November 2026

Modernisierung des Manteltarifvertrags

Als Gegenleistung wurde der Manteltarifvertrag erstmals grundlegend angepasst. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Flexible Arbeitszeiten in der Hochsaison mit bis zu 45 Wochenstunden
  • Bezahlte Pausen im Schichtbetrieb gemäß DIN 8782 nur bei laufendem Betrieb
  • Rationalisierungsschutz und Probezeit gemäß gesetzlichen Regelungen

Die reguläre Wochenarbeitszeit bleibt bei 37 Stunden in Mönchengladbach und 38 Stunden in Oettingen und Walldorf.

Standortschließung Braunschweig

Parallel wurde ein Sozialplan für den Standort Braunschweig vereinbart. Laut Oettinger wird die Bierproduktion aufgrund sinkender Absätze und veralteter Technik nach Oettingen und Mönchengladbach verlagert. Rund 140 betroffene Mitarbeiter wechseln ab Januar in eine Transfergesellschaft und erhalten Ausgleichszahlungen. Lediglich Teile der Logistik und Materialwirtschaft mit etwa zehn Beschäftigten bleiben am Standort erhalten.

CEO Stefan Blaschak betonte, dass Lohnerhöhungen in der heutigen Zeit einer entsprechenden Gegenleistung bedürfen und die Modernisierung des Manteltarifvertrags notwendig sei, um im sich wandelnden Wettbewerbsumfeld leistungsfähig zu bleiben.

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