Kohlendioxid als Kältemittel Neuer Milchkühltank erfüllt überarbeitete F-Gas-Verordnung

Quelle: Pressemitteilung Wedholms 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wedholms bringt einen Milchkühltank auf den europäischen Markt, der in einem Standardkühlsystem auf Direktverdampferbasis mit CO2 als Kältemittel arbeitet.

Die Milchkühltanks der Baureihe DFC 953 von Wedholms arbeiten mit Kohlendioxid als Kältemittel.(Bild:  Wedholms)
Die Milchkühltanks der Baureihe DFC 953 von Wedholms arbeiten mit Kohlendioxid als Kältemittel.
(Bild: Wedholms)

Die Milchkühltanks der Baureihe DFC 953 sind für automatische Melksysteme mit ein bis acht Ansetzrobotern und einer Kapazität von 3. 200 Litern bis 30.000 Litern erhältlich. Der Tank erfüllt die Bestimmungen der überarbeiteten F-Gas-Verordnung, die in der EU ab Januar nächsten Jahres verbindlich sein wird.

Synthetische Kältemittel wie Fluorkohlenwasserstoffe werden von der EU derzeit schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Gemäß der überarbeiteten F-Gas-Verordnung, die vor kurzem in EU-Recht umgesetzt wurde, dürfen alle neuen, in sich geschlossenen Kälteanlagen mit Ausnahme von Chillern, die ab Januar 2025 installiert werden, nur mit Kältemitteln mit einem GWP-Wert (Global Warming Potential) von unter 150 arbeiten. Bestehende Anlagen können bis zum Ende ihrer Lebensdauer weiterverwendet und repariert werden. Ab 2032 dürfen Kälteanlagen, die Kältemittel mit einem GWP-Wert über 750 enthalten, bei der Wartung und Instandhaltung jedoch nicht mehr neu befüllt werden. Ausgenommen hiervon sind Chiller.

Ab 2027 werden weitere Beschränkungen für die Höchstmenge an synthetischen Kältemitteln eingeführt, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden dürfen. Die Menge wird bei rund 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr gedeckelt. Durch die daraus resultierende Preiserhöhung für synthetische Kältemittel werden Milchkühltanks mit veralteter Technologie teurer in Anschaffung und Betrieb, so dass Anreize geschaffen werden, in Milchkühltanks mit modernerer und nachhaltigerer Technik zu investieren.

Frühere Kältemittel erleben ein Comeback

Die schrittweise Abschaffung schädlicher Kältemittel ist ein seit fast 40 Jahren währender Prozess. In den 1980er Jahren tauchten die ersten Hinweise auf Löcher in der Ozonschicht auf. Seitdem haben aufeinanderfolgende Regulierungssysteme neue Produktgenerationen von Kältemitteln hervorgebracht, die jeweils weniger schädlich waren als die vorherigen.

In den frühen Kühlsystemen des 19. Jahrhunderts wurden natürliche Kältemittel wie CO2, Ammoniak oder Kohlenwasserstoffe verwendet. Diese Kältemittel waren jedoch mit der Herstellungstechnik und den Sicherheitspraktiken der damaligen Zeit nicht vereinbar. In den 1930er Jahren wurde Freon eingeführt, das eine effektive Kühlung bei niedrigem Druck ermöglichte und gleichzeitig die Sicherheit verbesserte.

Mit der Ratifizierung des Montrealer Protokolls in den 1980er Jahren wurde Freon wegen seines hohen Treibhauspotenzials nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Seitdem hat sich der Schwerpunkt wieder auf natürliche Kältemittel verlagert. CO2 hat einen GWP-Wert von 1 und ein Treibhauspotenzial von 0, ist also umweltneutral.

Stefan Gavelin, Geschäftsführer von Wedholms: „Der Kreis schließt sich, wenn natürliche Kältemittel wieder zur Norm werden. CO2-Kühlung erfordert einen hohen Betriebsdruck, aber Dank des technologischen Fortschritts sind solche Systeme in den letzten zehn Jahren sowohl für die gewerbliche als auch für die industrielle Nutzung in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen praktikabel geworden.“

CO2 als wirksames Kältemittel

Wedholms ist von CO2 als wirksames Kältemittel überzeugt. Seine einzigartigen Eigenschaften in gasförmiger wie in flüssiger Form gewährleisten eine hohe Energieeffizienz und senken die Betriebskosten erheblich, so der Hersteller. Dies ermögliche auch die Verwendung von kleinen Komponenten und Leitungen mit geringem Durchmesser, was den Fußabdruck der Komponenten und die Kosten für Teile und Reparaturen reduziert.

Der hohe Energiegehalt des komprimierten CO2 erzeugt als Nebenprodukt Wärme. Diese wird vom System DFC 953 zurückgewonnen und zur Bereitstellung von Warmwasser für andere Systeme wie z. B. Heizsysteme genutzt.

Expansionskühlung mit Direktverdampfung ist die gängigste Art der Kühlung. Sie funktioniert nach dem Prinzip, dass die Temperatur des Gases sinkt, wenn der Druck reduziert wird und sich das Gas ausdehnt. Das kalte Gas nimmt Wärme aus dem Inneren eines geschlossenen Raums auf und gibt sie nach außen ab.

Kompatibel mit allen Melkrobotern

Der Kompressor für die Milchkühltanks der Baureihe DFC 953 arbeitet frequenzgesteuert mit exakt der für den Prozess erforderlichen Drehzahl. Eine kleine Charge von 20 Litern Milch wird ebenso effektiv auf die richtige Temperatur heruntergekühlt wie eine größere von 200 Litern, ohne dass sich Eis im Tank bildet.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Die Milchkühltanks der Baureihe DFC 953 sind mit allen automatischen Melksystemen kompatibel. Hierfür sind verschiedene Adapterkits erhältlich.

Die Steuerung bietet eine Vielzahl von Optionen für eine effiziente Rühr- und Temperaturregelung sowie erweiterte Alarmfunktionen. Eine Taste für den Eigenverbrauch ermöglicht es den Nutzern, Milch für den eigenen Bedarf zu entnehmen.

Für eine gründliche Reinigung sorgt ein Sprühkopf, der Kalkablagerungen und Bakterienwachstum im gesamten Tankinneren mit einem kräftigen Wasserstrahl beseitigt

(ID:50028940)