ANG Arbeitspanel 2024 Ernährungs- und Genussmittelindustrie gelingt es Belegschaft aufzubauen

Von Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. 2 min Lesedauer

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Für Hersteller von Lebens- und Genussmitteln ist es nach wie vor schwer, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Um dem zu begegnen, müssen und Unternehmen und Gesellschaft noch einige Haufaufgaben meistern. Nichtsdestotrotz gelang es der Branche 2023 die Zahl der Beschäftigten auszubauen.

Das ANG-Arbeitspanel 2024 zeigt, dass jeder dritte Betrieb (38 Prozent) auch für das laufende Jahr 2024 steigende Beschäftigungserwartungen hat. (Bild:  ANG)
Das ANG-Arbeitspanel 2024 zeigt, dass jeder dritte Betrieb (38 Prozent) auch für das laufende Jahr 2024 steigende Beschäftigungserwartungen hat.
(Bild: ANG)

Die Zahl der Beschäftigten in der Ernährungs- und Genussmittelindustrie stieg in 2023 um 1,1 Prozent auf rund 644.000. Dies ist eine der vielen Erkenntnisse aus dem ANG Arbeitspanel 2024. Auch wenn es immer schwieriger und langwieriger ist offene Stellen zu besetzen, so gelang der Branche damit trotz Fachkräftemangel ein leichter Beschäftigungsaufbau. Zudem erwarten 38 Prozent der befragten Betriebe auch für das laufende Jahr 2024 steigende Beschäftigung. Einen Beschäftigungsabbau erwartet nur jeder achte Betrieb (12 Prozent).

Der Anteil der in unmittelbar auftragslageabhängigen Bereichen Beschäftigten, wie Produktion, Logistik und Lagerarbeit, stieg im vergangenen Jahr laut ANG Arbeitspanel auf knapp drei Viertel. Durch den Fachkräftemangel wird besonders die Besetzung technischer Berufe erschwert. Am meisten gesucht werden in der Branche aktuell Elektroniker*innen (31 Prozent) oder Maschinen- und Anlageführer*innen (16 Prozent) und Mechatroniker*innen (14 Prozent).

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Die Rekrutierung von neuen Auszubildenden bleibt nach wie vor herausfordernd. Der Rückgang der Auszubildendenzahlen setzte sich 2023 fort. Mit 25.603 Auszubildenden (Stichtag 30.09.2023) verzeichnete die Branche einen Rückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen um einen Prozentpunkt im Vorjahresvergleich auf 13 Prozent laut ANG Arbeitspanel an. Verstärkt hat sich der Mangel an Auszubildenden in den technischen Berufen auf 48 Prozent (plus 8 Prozent) und den ernährungstypischen Berufen auf 31 Prozent (plus 7 Prozent). Der Anteil der kaufmännischen Berufe ist dahingegen leicht auf 24 Prozent zurückgegangen (minus 2 Prozent).

Stefanie Sabet, ANG-Hauptgeschäftsführerin: „Der fortdauernde Mangel an Fach- und Arbeitskräften sowie die abnehmende Zahl an Auszubildenden sind alarmierende Zeichen und unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf.“(Bild:  ANG)
Stefanie Sabet, ANG-Hauptgeschäftsführerin: „Der fortdauernde Mangel an Fach- und Arbeitskräften sowie die abnehmende Zahl an Auszubildenden sind alarmierende Zeichen und unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf.“
(Bild: ANG)

„Der fortdauernde Mangel an Fach- und Arbeitskräften sowie die abnehmende Zahl an Auszubildenden sind alarmierende Zeichen und unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf. Es bedarf gezielter Maßnahmen, um das Arbeitskräfteangebot trotz demografischer Veränderungen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu gehören eine verstärkte Förderung von Vollzeitbeschäftigung, eine gezielte Erwerbsmigration und eine erhöhte Erwerbsbeteiligung älterer Menschen“, kommentiert ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist auch die Weiterbildung im eigenen Betrieb eine wichtige Maßnahme. Weiterbildung fand 2023 verstärkt innerbetrieblich statt (82 Prozent) und konnte in Form digitaler Weiterbildungen kosteneffizienter durchgeführt werden. Fördermöglichkeiten zur Weiterbildung werden von den Betrieben bislang jedoch kaum genutzt, nur 10 Prozent der Betriebe gaben an, 2023 davon Gebrauch gemacht zu haben.

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