Thüfleiwa-Insolvenz Investor übernimmt Filialen bekannter Wurstwarenproduktion in Thüringen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Teillösung für Thüringer Traditionsunternehmen: Der insolvente Fleischwarenbetrieb Thüfleiwa aus Apolda stellt seine Produktion endgültig ein. Ein regionaler Investor übernimmt nun alle 13 Filialen sowie 70 Angestellte.

Keine Würste mehr von Thüfleiwa: Der Thüringer Hersteller stellt zum 31. Oktober 2025 seine Produktion ein (Symbolbild).(Bild:  frei lizenziert,  Markus Spiske / Unsplash)
Keine Würste mehr von Thüfleiwa: Der Thüringer Hersteller stellt zum 31. Oktober 2025 seine Produktion ein (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert, Markus Spiske / Unsplash)

Thüringen ist für seine Wurstwaren bekannt. Mit einem Apoldaer Fleischwarenbetrieb verliert der Freistaat aber eine Produktionsstätte – lediglich Teile des Unternehmens bleiben erhalten.

Für die insolvente Thüringer Fleischwaren, Produktions- und Vertriebs GmbH Apolda (Thüfleiwa) ist nur eine Teillösung gefunden worden. Ein Unternehmen aus der Region übernimmt alle 13 Verkaufsfilialen von Thüfleiwa mit 70 Arbeitnehmern. Diese Übernahme erfolgt durch die EWU Thüringer Wurst und Spezialitäten GmbH aus Serba (Saale-Holzland-Kreis). Zudem führe der Investor die Marke Thüfleiwa weiter, teilte der Insolvenzverwalter in Apolda mit. Für die Produktion konnte ein Aus nicht abgewendet werden.

„Den Beteiligten ist in dieser schwierigen Situation eine angemessene Lösung gelungen. Diese gibt dem Großteil der Beschäftigten und der Thüringer Traditionsmarke eine Zukunft und erhält regionale Werte für die Kunden des Fleisch- und Wurstwarenproduzenten“, erklärte Rechtsanwalt Stefan Ettelt. Die Mitarbeiter seien über die getroffenen Vereinbarungen am Dienstag informiert worden.

Betriebsschließung Ende Oktober

Die Produktion in Apolda könne nicht weitergeführt werden. An dem Standort werde aufgrund des baulich-technischen Zustands nicht mehr zeitgemäß und effizient produziert. Die Schließung erfolge zum 31. Oktober 2025. Den Produktionsmitarbeitern müsse gekündigt werden. Das Unternehmen EWU habe jedoch erklärt, dass Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften bestehe, Bewerbungen seien möglich. Der bisherige Thüfleiwa-Geschäftsführer Mirko Schwendel soll nach den Angaben bei EWU die Verantwortung für das Filialnetz übernehmen.

Der Betrieb in Apolda hatte ein mehr als hundertjährige Tradition in der Herstellung von Thüringer Wurst- und Fleischwaren. Geschäftsführer Schwendel hatte wegen einer finanziellen Schieflage als Folge gestiegener Kosten und Kaufzurückhaltung von Kunden eine Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Erfurt beantragt.

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