Inflation bei Nahrungsmitteln In einigen Bundesländern steigen die Preise für Lebensmittel – bei Kaffee sogar bis zu 20 Prozent

Von dpa 2 min Lesedauer

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Die Preise für Nahrungsmittel sind im Juni in einigen Bundesländern gestiegen. Vor allem für Obst, Säfte und Kaffee müssen Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Die Verbraucherpreise in einigen Bundesländern sind im Juni im Vergleich mit dem Vorjahresmonat moderat bis stark gestiegen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Verbraucherpreise in einigen Bundesländern sind im Juni im Vergleich mit dem Vorjahresmonat moderat bis stark gestiegen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Trotz einer insgesamt moderaten Inflationsentwicklung in Deutschland zeichnet sich in mehreren deutschen Bundesländern eine Trendwende ab. Haupttreiber sind dabei gestiegene Preise für Nahrungsmittel, die regional unterschiedlich ausfallen:

In NRW wird Kaffee teuer

Die Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen sind im Juni im Vergleich mit dem Vorjahresmonat leicht gestiegen. Sie lagen 1,8 Prozent höher als im vor einem Jahr, wie das Landesstatistikamt IT.NRW mitteilte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 2 Prozent gelegen.

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Einige Lebensmittel haben sich in der Zwischenzeit allerdings stark verteuert. Kaffee kostete im Juni 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Spürbar gestiegen sind auch die Preise für Obst, die im Schnitt 10,8 Prozent höher liegen. Äpfel sind 8,4 Prozent teurer geworden, Bananen 6,6 Prozent. Auch für alkoholfreie Getränken (+7,2 Prozent) müssen Verbraucher mehr zahlen. Die Preise für Gemüse sind dagegen um 4,2 Prozent gesunken.

Saarländer müssen deutlich mehr für Butter zahlen

Auch wegen höherer Preise für Nahrungsmittel ist die Inflationsrate im Saarland im Juni erstmals in diesem Jahr wieder gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent höher, teilte das Statistische Landesamt in Saarbrücken mit. Die Teuerungsrate war seit Ende des vergangenen Jahres immer weiter zurückgegangen: Im Dezember 2024 lag sie bei 3,1 Prozent. Im Mai hatte sie noch 1,8 Prozent betragen.

Saarländische Verbraucher mussten im Juni bei Nahrungsmitteln 2,7 Prozent mehr ausgeben. Besonders bei Zucker, Marmelade, Honig sowie anderen Süßwaren und bei Obst seien die Preise deutlich gestiegen: jeweils um 5,5 Prozent. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich nach Angaben der Statistiker im Vergleich zum Juni 2024 um 4,1 Prozent. Dabei steche vor allem Butter mit einem Preisanstieg von 14,7 Prozent her, hieß es.

In Hessen steigen die Preise für Obst

Auch in Hessen gehen die Preise für Nahrungsmittel rauf. Die Inflationsrate hat im Juni voraussichtlich den dritten Monat in Folge 2,3 Prozent betragen. Im Vergleich zum Juni 2024 verteuerten sich Nahrungsmittel nach vorläufigen Zahlen weniger stark als die Verbraucherpreise insgesamt, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang der Energiepreise dämpfte die Gesamtinflation, allerdings nicht so stark als noch in den Vormonaten.

Laut Statistik stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. Ausreißer nach oben waren Kaffee, Tee und Kakao, die sich um 17 Prozent verteuerten. Obst kostete 8,5 Prozent mehr, Mineralwasser, Limonaden und Säfte wurden 4,9 Prozent teurer.

Ausreißer Bayern: Nahrungsmittel wurden preiswerter

Die Inflation in Bayern ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Im Juni lag sie vorläufigen Werten zufolge bei 1,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Das waren 0,3 Punkte weniger als noch im Mai. Zuletzt hatte die Preissteigerung auf Jahressicht im März 2021 so niedrig gelegen.

Zum aktuellen Rückgang der Inflationsrate trug unter anderem bei, dass Nahrungsmittel von Mai auf Juni billiger wurden. Auf Jahressicht sank die Inflationsrate bei Nahrungsmitteln damit im Vergleich zum Mai um 1,6 Punkte auf 2,1 Prozent.

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