Tarifkonflikt bei Oettinger NGG stimmt Schlichtungsvorschlag zu – Arbeitgeber am Zug

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Die Gewerkschaft hat dem Kompromissvorschlag des Schlichters einstimmig zugestimmt. Nun steht noch die Antwort der Oettinger-Brauerei aus.

Im Tarifstreit mit der Oettinger-Brauerei steht nun der Vorschlag des Schlichters.(Bild:  NGG)
Im Tarifstreit mit der Oettinger-Brauerei steht nun der Vorschlag des Schlichters.
(Bild: NGG)

Die Schlichtungsverhandlung am vergangenen Dienstag in Augsburg waren nach 14 Stunden ohne Einigung zu Ende gegangen. Freitagvormittag legte der von Unternehmensseite vorgeschlagene Schlichter Dr. jur. Benedikt Hövelmann mögliche Eckpunkte für eine Lösung vor. Noch am Vormittag gaben die Gremien der NGG einstimmig ihre Zustimmung. Die Zustimmung der Arbeitgeberseite steht noch aus. Sollte das Unternehmen nicht zustimmen, droht eine erneute Eskalation des Konflikts, betont die Gewerkschaft in ihrer Pressemitteilung.

Schlichtervorschlag: Manteltarifverträge und moderate Lohnerhöhungen

Der Vorschlag des Schlichters sieht unter anderem vor, die Manteltarifverträge für die Betriebsstätten in Mönchengladbach, Oettingen und Walldorf mit einigen redaktionellen Änderungen wieder einzusetzen. Eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit wäre damit vom Tisch.

Weiterhin empfiehlt der Schlichter eine tabellenwirksame Erhöhung aller Entgelte und rückwirkend zum 1. Juni 2025 um 2,0 Prozent und zum 1. Januar 2026 um weitere 0,8 Prozent bei einer Laufzeit von 17 Monaten bis 31. Oktober 2026.

Heute Nachmittag versammeln sich die Beschäftigten im Stammwerk Oettingen zu einer Betriebsversammlung. Die NGG erwartet, dass auch die Beschäftigten sich deutlich hinter den Vorschlag stellen.

Gewerkschaft kritisiert Verweigerungshaltung bei Braunschweig

„Die vorgeschlagene Entgelterhöhung liegt weit unter den branchenüblichen Abschlüssen. Aber die Wiedereinsetzung der Manteltarifverträge schafft für die Beschäftigten Sicherheit. Daher sind wir bereit, diesen Weg mitzugehen. Nun muss die Eigentümerin Pia Kollmar dafür sorgen, dass auch die Geschäftsleitung mitzieht“, sagt Tim Lubecki, NGG-Verhandlungsführer.

Kein Verständnis hat die NGG dafür, dass sich die Geschäftsführung auch im Schlichtungsprozess konsequent verweigert hat, die gekündigten Tarifverträge für die Betriebsstätte Braunschweig und die Logistiktochter TSL zu verhandeln.

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