Export rettet Bilanz Mercosur-Deal gibt deutscher Ernährungsindustrie Rückenwind im Exportgeschäft

Von BVE, GTAI 1 min Lesedauer

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Das EU-Mercosur-Abkommen eröffnet deutschen Lebensmittelherstellern durch Zollabbau neue Absatzchancen in Südamerika. Während der Inlandsmarkt 2025 weiter schrumpfte, konnte die Branche dank Exportzuwachs erstmals seit drei Jahren wieder real wachsen.

Das Auslandsgeschäft sicherte der deutschen Ernährungsindustrie 2025 ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent. (Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Das Auslandsgeschäft sicherte der deutschen Ernährungsindustrie 2025 ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Die deutsche Ernährungsindustrie setzt zunehmend auf internationale Märkte: Nach drei Jahren Rezession erzielte die Branche 2025 erstmals wieder ein leichtes reales Umsatzplus von 0,2 Prozent, was nominal einem Zuwachs von 3,9 Prozent auf 241,8 Milliarden Euro entspricht, so die aktuellen Zahlen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Verantwortlich für diese positive Entwicklung war ausschließlich das Exportgeschäft mit einem realen Zuwachs von 3,9 Prozent, während der Inlandsmarkt preisbereinigt um 1,9 Prozent zurückging. Als drittgrößter Industriezweig Deutschlands mit 6.082 Betrieben und 659.605 Beschäftigten unterstreicht die Branche damit ihre Exportstärke und ihre Bedeutung als größte Ernährungsindustrie innerhalb der Europäischen Union.

Das neue EU-Mercosur-Abkommen zeigt Potenzial, die Exportstärke der deutschen Ernährungsindustrie weiter auszubauen. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay eröffnet deutschen Herstellern von Lebensmitteln und Getränken laut eines GTAI-Berichts bedeutende Chancen durch den Abbau von Zöllen. So importierten die Mercosur-Staaten 2023 Nahrungsmittel und Getränke (SITC-Warenpositionen 0 und 11) im Wert von 238 Millionen US-Dollar (US$) aus Deutschland. Rund 79 Prozent der Importe entfielen auf Brasilien, gefolgt von Argentinien (14 Prozent), Paraguay (4 Prozent) und Uruguay (3 Prozent).

Wie der GTAI-Bericht betont, wird ein Zollabbau die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produzenten auf den Märkten Südamerikas steigern. Zugutekommen dürfte dies insbesondere Herstellern von Milchprodukten, Säuglingsnahrung, Süßwaren und Frischobst, erwartet das BMEL. Qualitativ hochwertige Lebensmittel, insbesondere Bioprodukte, Nischenprodukte und spezialisierte Agrarwaren haben in den Ländern des Mercosur als Luxusprodukte gute Absatzchancen.

Außerdem schützt das Abkommen insgesamt 357 geografische Herkunftsbezeichnungen aus der EU, darunter 28 traditionelle deutsche Produkte wie „Dresdner Christstollen“, „Lübecker Marzipan“ oder „Schwarzwälder Schinken“ sowie Weine aus den traditionellen Anbaugebieten. Damit sind diese Produkte besser vor Nachahmung geschützt und können mit einem Premiumpreis vermarktet werden.

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