Tarifeinigung nach Streikwelle Coca-Cola-Beschäftigte erhalten nach Arbeitskampf deutlich mehr Lohn

Von NGG, dpa 1 min Lesedauer

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Die Gewerkschaft NGG und Coca-Cola haben sich nach schwierigen Verhandlungen geeinigt. Neben Lohnerhöhungen gibt es auch bessere Absicherung bei Standortschließungen.

Über Wochen hat die Belegschaft von Coca-Cola für bessere Löhne gestreikt. Nun haben sich die NGG und der Softdrink-Konzern geeinigt.(Bild:  KI-generiert)
Über Wochen hat die Belegschaft von Coca-Cola für bessere Löhne gestreikt. Nun haben sich die NGG und der Softdrink-Konzern geeinigt.
(Bild: KI-generiert)

Nach schwierigen Tarifverhandlungen und einer bundesweiten Streikwelle haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 6.000 Coca-Cola-Beschäftigten in Deutschland geeinigt.

Einigung bringt spürbare Verbesserungen

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Beschäftigte und Auszubildende 2025 eine Einmalzahlung von 400 Euro erhalten. Darüber hinaus gibt es tabellenwirksame Lohn-Erhöhungen von 2,9 Prozent ab Januar 2026 und weitere 2,4 Prozent ab Januar 2027. Zusätzlich steigt der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge ab 2027, und das Urlaubsgeld wird in beiden Jahren um die jeweiligen Prozentsätze erhöht.

Kompromiss nach harten Verhandlungen

Der Einigung war eine intensive Verhandlungsphase vorangegangen, in der CCEP zunächst für 2025 eine Nullrunde und für 2026 lediglich 1,5 Prozent Entgelterhöhung angeboten hatte. Dies führte zu Streiks an zahlreichen Coca-Cola-Standorten in ganz Deutschland.

„Das ist ein annehmbares Ergebnis. Aber auch ganz klar ein Kompromiss. Wir hätten uns mehr Bewegung vom Arbeitgeber gewünscht“, erklärte der stellvertretende NGG-Vorsitzende und Verhandlungsführer Freddy Adjan. Gleichzeitig betonte er: „Unser Einsatz hat Wirkung gezeigt, wenn man das Ergebnis mit dem ersten Angebot der Arbeitgeber vergleicht.“

Zusätzliche Sicherheit für Beschäftigte

Ein wichtiger Erfolg der Gewerkschaft ist die Verlängerung des Strukturtarifvertrags bis Ende 2028, der verbindliche Regelungen bei betriebsbedingten Entlassungen und Standortschließungen enthält. „Das bedeutet für die Coca-Cola-Beschäftigten gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine immense Absicherung“, so Adjan.

CCEP-Arbeitsdirektorin Kathrin Flohr zeigte sich zufrieden: „Es ist uns gelungen, ein faires und umfassendes Tarifpaket zu vereinbaren, das langfristig Planungssicherheit gibt.“

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und gilt für die Mitarbeiter der 24 CCEP-Standorte in Deutschland, darunter 13 Produktionsbetriebe.

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