Kommentar
Automatisierung als Überlebensstrategie: Warum Lebensmittelhersteller jetzt handeln müssen

Von Dr. Tobias Richter, Geschäftsführender Direktor (CSO) bei der Multivac Group 3 min Lesedauer

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Die Lebensmittelindustrie steht unter enormem Kostendruck – doch wer jetzt in Komplettlösungen, KI und Predictive Maintenance investiert, verwandelt Herausforderungen in Wettbewerbsvorteile. In seinem Kommentar skizziert Dr. Tobias Richter, Geschäftsführender Direktor (CSO) bei der Multivac Group, fünf Trends, die den Weg aus der Krise zeigen.

Dr. Tobias Richter, Geschäftsführender Direktor (CSO) bei der Multivac Group(Bild:  Multivac Sepp Haggenmüller)
Dr. Tobias Richter, Geschäftsführender Direktor (CSO) bei der Multivac Group
(Bild: Multivac Sepp Haggenmüller)

Produktionskosten steigen, Fachkräfte sind rar, der Wettbewerb bleibt hart – die Lebensmittelindustrie steht unter Hochdruck. Laut DLG-Trendmonitor 2024 reagieren Hersteller zunehmend mit Investitionen in Automatisierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung – nicht nur, um kurzfristig effizienter zu produzieren, sondern um ihre Zukunftsfähigkeit abzusichern. Die Branche steht an einem Wendepunkt. Aktuelle Entwicklungen zeigen bereits, wohin die Reise geht und welche Antworten die Lebensmittelindustrie auf die drängendsten Fragen von morgen findet.

Trend 1: Alles aus einer Hand – Komplettlösungen statt Flickenteppich

Die aktuellen Herausforderungen lassen Lebensmittelherstellern kaum Spielraum für Ineffizienzen. Immer mehr Unternehmen vertrauen daher auf Komplettlösungen aus einer Hand, die von der Verarbeitung über die Verpackung und Kennzeichnung bis hin zur Inspektion alle Produktionsschritte abdecken. Der Vorteil ist offensichtlich: Anstatt einzelne Module verschiedener Hersteller miteinander zu verknüpfen, entstehen durchgängige Systeme, die von Beginn an aufeinander abgestimmt sind. Das reduziert Schnittstellenprobleme, vereinfacht die Wartung und erhöht die Anlagenverfügbarkeit. Wer auf eine integrierte Lösung setzt, schafft außerdem die optimale Grundlage für zukünftige Automatisierungslösungen. Diese lassen sich einfacher umsetzen, wenn Steuerungen und Datenflüsse bereits harmonisiert sind.