Engineering
Automatisierte Anlage für autarke Vermehrung von Starterkulturen

Von Manja Wühr 1 min Lesedauer

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Durch Fermentation verbessern spezielle Mikroorganismen beispielsweise das Aroma, den Reifeprozess und die Haltbarkeit von Fleischwaren. Sie werden unter Hygienestandards, die Pharma-Bedingungen entsprechen, in Reinkultur vermehrt. Als Generalunternehmer für den Anlagenbau hat Wellmann Engineering bei MicroTec in Steinfeld eine Anlage zur Herstellung solcher Starterkulturen realisiert.

Obere Teil der MicroTec-Anlage am Fermenter(Bild:  Sputnik GmbH / Maik Porsch)
Obere Teil der MicroTec-Anlage am Fermenter
(Bild: Sputnik GmbH / Maik Porsch)

„Fermentation durch Mikroorganismen ist grundsätzlich eine sehr traditionelle Methode“, sagt Geschäftsführer Gerhard Wellmann, „auch zur Herstellung von Sauerkraut, Kefir und Joghurt braucht es Starterkulturen.“ Das Besondere an der neuen Anlage zur Produktion dieser speziellen Mikroorganismen, die Wellmann für die Firma MicroTec umgesetzt hat: Der Naturprozess der Vermehrung ist exakt aussteuerbar. So werden Menge und Qualität der Starterkulturen reproduzierbarer.

Vermehrung von Mikroorganismen in Reinkultur

Die Herstellung einer Reinkultur erfordert ein äußerst hygienisches Anlagendesign, um die Vermehrung von Fremdkulturen auszuschließen. Denn innerhalb der Anlage trifft jede Art von Mikroorganismen auf ideale Wachstumsbedingungen. „Indem eine Vielzahl unterschiedlicher Parameter wie ph-Wert, Sauerstoff-sowie Stickstoffzufuhr, Glukosegehalt und Temperatur exakt regelbar sind, schaffen wir optimale Prozessbedingungen“, sagt Gerhard Wellmann. Ein hoher Grad an Automatisierung und virtueller Vernetzung sorgt dafür, dass die einmal in Gang gesetzte Vermehrung weitgehend autark abläuft. Um den hohen Hygieneanforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig effizient arbeiten zu können, wurde die Anlage von Wellmann Engineering mit sogenannten CIP- und SIP-Einrichtungen ausgerüstet. Wobei CIP für „Cleaning in Place“, zu Deutsch sinngemäß „Reinigung an Ort und Stelle“ und SIP für „Sterilising in Place“, also „Sterilisierung vor Ort“ steht. Das heißt, sämtliche Reinigungs- und Sterilisierungsprozesse laufen vollautomatisch ohne Demontagearbeiten ab.

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