Milchwirtschaft Arla meistert Marktvolatilität mit Rekordergebnis – Preisdruck erwartet

Von Arla Foods Deutschland 2 min Lesedauer

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Die dänisch-schwedische Genossenschaft erzielte 2025 einen Umsatz von 15,1 Milliarden Euro, sieht sich 2026 aber mit Angebotsüberschuss konfrontiert. Das Unternehmen prognostiziert niedrigere Preise, aber stärkeres Markenwachstum.

Die Molkereigenossenschaft profitierte 2025 von einer historischen Milchmenge und einem Umsatzsprung von 43,1 Prozent im Zutatengeschäft.(Bild:  DALL-E 3 / KI-generiert)
Die Molkereigenossenschaft profitierte 2025 von einer historischen Milchmenge und einem Umsatzsprung von 43,1 Prozent im Zutatengeschäft.
(Bild: DALL-E 3 / KI-generiert)

Arla Foods hat im Geschäftsjahr 2025 mit einem Gesamtumsatz von 15,1 Mrd. Euro (2024: 13,8 Mrd. Euro) ein Rekordergebnis erzielt. Haupttreiber waren eine historische Milchmenge von 14,3 Mrd. Kilogramm, hohe Rohwarenpreise in der ersten Jahreshälfte und ein außergewöhnliches Wachstum im Zutatengeschäft über die Tochtergesellschaft Arla Foods Ingredients (AFI), die einen Umsatzanstieg von 43,1 % auf 1,45 Mrd. Euro verzeichnete. Der Nettogewinn lag bei 415 Mio. Euro (2024: 401 Mio. Euro). In Deutschland stieg der Umsatz um 4,8 %, getragen durch stabiles Marken- und Handelsmarkengeschäft. Ein entscheidender Faktor für das starke Jahresergebnis war die außergewöhnliche Leistung von Arla Foods Ingredients (AFI). Die Tochtergesellschaft erzielte einen Umsatzanstieg von 43,1 % auf 1,45 Mrd. Euro, angetrieben durch die starke weltweite Nachfrage nach hochwertigen Proteinen und die erfolgreiche Integration des dazugewonnenen Geschäftsbereichs Whey Nutrition von Volac (umbenannt in AFI Felinfach).

Der Gesamtumsatz mit Markenprodukten stieg konzernweit um 6,9 % auf 7,03 Mrd. Euro, wobei in der zweiten Jahreshälfte ein Volumenwachstum von 1,8 % erreicht wurde. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Fähigkeit der Genossenschaft getragen, in einem inflationären Umfeld angemessene Preise zu halten. Zum Hintergrund: Das Jahr war von zwei gegensätzlichen Marktsituationen geprägt: Während es mit starker Nachfrage und ausgeglichenem Angebot begann, führten gute Wetterbedingungen und Futterernten im vierten Quartal zu einem deutlichen Anstieg der Milchmengen in Europa, was eine klassische Marktkorrektur mit Preisdruck auslöste.

Strategische Investitionen und Effizienzsteigerungen

Trotz des schwierigen Marktumfelds zum Jahresende investierte Arla 731 Mio. Euro in zukunftsweisende Projekte. Zu den strategischen Investitionen gehören ein UHT-Kompetenzzentrum in Schottland, die Erweiterung der Frischkäseproduktion in Holstebro (zusätzliche 16.000 Tonnen), die Kapazitätserweiterung für die Marke Puck in Bahrain und eine neue Skyr-Produktionslinie in Schweden. Die angestrebte Fusion mit der DMK Group, die im Juni 2025 genehmigt wurde, durchläuft den behördlichen Genehmigungsprozess und soll voraussichtlich in der ersten Hälfte 2026 abgeschlossen werden. Arla plant seinen disziplinierten Fokus auf Kosteneffizienz fortzusetzen und strebt im Rahmen des Transformations- und Effizienzprogramms „Fund our Future“ Effizienzgewinne in Höhe von 90 bis 110 Mio. Euro an.

Marktausblick und Prognose 2026

Für 2026 rechnet Arla mit anhaltend volatilen Marktbedingungen, wobei der Angebotsüberschuss aus dem vierten Quartal 2025 weiterhin Druck auf die globalen Milchproduktpreise ausüben dürfte. Die Genossenschaft prognostiziert einen Gruppenumsatz zwischen 13,3 und 14,1 Mrd. Euro, was die im Vergleich zu Anfang 2025 niedrigeren Marktpreise widerspiegelt. Der Nettogewinnanteil soll innerhalb der Zielspanne von 2,8 bis 3,2 % liegen. Während sich niedrigere Preise auf den Gesamtumsatz auswirken werden, erwartet Arla dadurch eine Stärkung der Kaufkraft und eine Rückkehr zu stärkerem Markenwachstum. Das mengenbasierte Umsatzwachstum im Markengeschäft wird für 2026 zwischen 1,0 und 3,0 % erwartet. Im weiteren Jahresverlauf wird mit einer teilweisen Normalisierung gerechnet, sobald sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder stabilisiert hat. Die Prognose berücksichtigt noch nicht die mögliche Fusion mit DMK Group; eine aktualisierte Prognose folgt nach Genehmigung der Fusion.

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