Explosionsschutz
Unterschätzte Gefahr im Silo

Von Marius Bloching* 4 min Lesedauer

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Im persönlichen Kontakt freuen wir uns, wenn der Funke überspringt. Beim Lagern, Fördern und Dosieren von Schüttgütern gilt es, dies zu vermeiden. Nicht zu vernachlässigen bei der Risikobetrachtung sind elektrostatische Entladungen.

Dank des Erdungsüberwachungssystems Farado kann die Befüllung des LKWs erst bei ordnungsgemäßer Erdung erfolgen.(Bild:  PROCESS)
Dank des Erdungsüberwachungssystems Farado kann die Befüllung des LKWs erst bei ordnungsgemäßer Erdung erfolgen.
(Bild: PROCESS)

Schüttgüter sind eigenwillige Produkte, deren Umgang besonderes Know-how erfordert. Insbesondere für den Explosionsschutz: Elektrostatische Aufladungen und damit verbundene Entladungen gelten als eine der 13 möglichen Zündquellenarten, die bei einer anlagenbezogenen Risikobeurteilung in Betracht gezogen werden müssen. Unterschieden werden verschiedenste Entladungsarten, die je nach ihrer Art zündwirksam für Gase oder auch Stäube sein können.

Elektrostatische Aufladungen entstehen beispielsweise beim schnellen Trennen von zwei Oberflächen, wobei mindestens eine Oberfläche ein Isolator sein muss. Kritische Prozesse im Umgang mit Schüttgütern sind z.B. pneumatische Förderungen, Big-Bag-­Abfüllstationen oder auch Silos mit der Gefahr einer Schüttkegelentladung.