Gut für Mensch und Umwelt Nachhaltige Ernährung senkt das Krebsrisiko

Quelle: Pressemitteilung Universität Regensburg 2 min Lesedauer

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Laut einer Studie der Universität Regenburg senkt besonders nachhaltige Ernährung das Krebsrisiko deutlich, besonders für Lungen- und Magenkrebs. Ein gutes Argument mehr, warum Nachhaltigkeit gezielt gestärkt werden sollte.

Eine aktuelle Studie der Universität Regensburg verdeutlicht, dass nachhaltige Ernährung nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch unserer Gesundheit. Der hohe Anteil an pflanzlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln bietet nicht nur reichhaltige Nährstoffe, sondern ist auch ressourcenschonend. (Symbolbild) (Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Eine aktuelle Studie der Universität Regensburg verdeutlicht, dass nachhaltige Ernährung nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch unserer Gesundheit. Der hohe Anteil an pflanzlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln bietet nicht nur reichhaltige Nährstoffe, sondern ist auch ressourcenschonend. (Symbolbild)
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchten Forscher des Lehrstuhls für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg erstmals umfassend den Zusammenhang zwischen nachhaltigen Ernährungsweisen und verschiedenen Krebsrisiken. Die internationale Analyse zeigt: Wer sich nachhaltig ernährt, hat ein geringeres Risiko für Krebserkrankungen und krebsbedingte Todesfälle. „Dies ist nicht nur ein Vorteil für diejenigen, die sich nachhaltig ernähren. Sie leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz des Planeten“, sagt Marina Kasper, Erstautorin der Studie.

Ergebnisse: Weniger Krebs durch umweltfreundliche Ernährung

Die Studie umfasst Daten von über 2,2 Millionen Menschen aus 17 internationalen Studien. Das zentrale Ergebnis: Personen, die sich besonders nachhaltig ernährten, hatten ein um 7 % geringeres Risiko für Krebserkrankungen und ein um 12 % geringeres Risiko für krebsbedingte Todesfälle, verglichen mit Personen, deren Ernährung am wenigsten nachhaltig war.

Nachhaltige Ernährung wurde dabei über verschiedene wissenschaftliche Indizes bewertet, die sowohl Umweltaspekte – wie CO-Ausstoß oder Landnutzung – als auch gesundheitsfördernde Lebensmittelkomponenten berücksichtigten. Auch der Konsum von Bio-Lebensmitteln und der Verzicht auf stark verarbeitete Produkte spielten eine Rolle.

Am deutlichsten zeigte sich der Zusammenhang zwischen nachhaltiger Ernährung und der Verringerung des Risikos bei Lungen- und Magenkrebs. Bei anderen Krebsarten, wie Brust- oder Darmkrebs, fielen die Ergebnisse weniger eindeutig aus.

Praktische Schlussfolgerungen: Gut für Mensch und Umwelt

„Die Analyse liefert ein starkes Argument für nachhaltige Ernährung als doppelte Präventionsstrategie: Sie schützt die Gesundheit und bewahrt gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen, also die Umwelt, von der unser Leben abhängt“, sagt Erstautorin Kasper.

Die Forscher betonen, dass sich nachhaltige Ernährungsweisen durch einen höheren Anteil pflanzlicher und unverarbeiteter Lebensmittel auszeichne und gleichzeitig weniger Fleisch, Zucker und stark verarbeitete Produkte enthalte – allesamt Faktoren, die mit einem höheren Krebsrisiko in Verbindung stünden. Ein zusätzlicher Gewinn sei, dass viele dieser Lebensmittel – wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Obst – nicht nur nährstoffreich, sondern auch ressourcenschonend in der Produktion seien.

Die Forscher sprechen sich dafür aus, dass öffentliche Gesundheitspolitik künftig stärker auf nachhaltige Ernährung setzen solle – etwa durch Aufklärung, bessere Kennzeichnung und gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen in Schulen, Krankenhäusern und Kantinen. So könne laut Wissenschaftler der individuelle Gesundheitsschutz mit dem globalen Klimaschutz in Einklang gebracht werden.

Originalpublikation: Kasper, Marina et al. Sustainable diets and cancer: a systematic review and meta-analysis. eClinicalMedicine, Volume 0, Issue 0, 103215. DOI: 10.1016/j.eclinm.2025.103215

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