Produktions-IT in der Lebensmittelindustrie
Von der Pyramide zur Wabe: Warum die Lebensmittelbranche neue IT-Architekturen braucht

Von Markus Diesner ist Principal Marketing Communications bei MPDV 5 min Lesedauer

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Die klassische Automatisierungspyramide hat ausgedient – zu starr für die komplexen Anforderungen moderner Lebensmittelbetriebe. Eine zentrale Integrationsplattform macht Schluss mit dem Schnittstellenchaos und ermöglicht echte Vernetzung.

Im Shopfloor erfasste Daten werden von der Integrationsplattform überall dort zur Verfügung gestellt, wo sie benötigt werden.(Bild:  MPDV, Adobe Stock, Ivan Traimak)
Im Shopfloor erfasste Daten werden von der Integrationsplattform überall dort zur Verfügung gestellt, wo sie benötigt werden.
(Bild: MPDV, Adobe Stock, Ivan Traimak)

Es ist 5 Uhr morgens in einer Molkerei irgendwo in Süddeutschland. Die ersten Laster mit frischer Milch rollen auf den Hof, während in der Produktionshalle die Maschinen surren. Im Kontrollraum blickt eine Mitarbeiterin konzentriert auf mehrere Monitore: Auf einem erscheinen die Echtzeitdaten der Rohstoffannahme, auf einem anderen wird die Temperatur des Pasteurisierungsvorgangs überwacht.

Im Hintergrund laufen die Abfüllmaschinen, der Schichtleiter prüft am Tablet, ob alle Anlagen bereit für den Produktionsstart sind. Mit einem Klick setzt er den Produktionsauftrag für 20.000 Liter Frischmilch in Gang. Das System verteilt automatisch die Arbeitsanweisungen an die Anlagen, steuert die Zuordnung der Chargen und koordiniert die Reinigung der Tanks zwischen den Produktionsschritten. Währenddessen werden Qualitätsdaten und Prozessparameter lückenlos erfasst und zentral dokumentiert.