Nachhaltige Lebensmittel Aus Resten wird Ressource: Wie aus Leinsamenpresskuchen Lebensmittel werden

Von Universität Greifswald 2 min Lesedauer

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Was früher Abfall war, wird jetzt zur Innovation: Greifswalder und Stettiner Forschende wollen mit Industriepartnern Rückstände aus der Leinölgewinnung in neue, pflanzenbasierte und funktionelle Lebensmittel verwandeln. Gefördert wird die Entwicklung nun im Rahmen des Programms Interreg Polen–Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg für drei Jahre.

Forscher der Universität Greifwald und der Pommerschen Medizinischen Universität Stettin wollen gemeinsam mit Industriepartnern aus den „Abfällen“ der Leinölgewinnung funktionale Lebensmittel herstellen.(Bild:  KI-generiert)
Forscher der Universität Greifwald und der Pommerschen Medizinischen Universität Stettin wollen gemeinsam mit Industriepartnern aus den „Abfällen“ der Leinölgewinnung funktionale Lebensmittel herstellen.
(Bild: KI-generiert)

Bei der Leinölgewinnung werden die vermeintlichen Abfälle bisher entsorgt. Doch stecken in diesen Resten, Leinsamenpresskuchen genannt, vielleicht wertvolle Stoffe? Lassen sich daraus nicht regionale, innovative Lebensmittel entwickeln? Prof. Dr. Sebastian Günther von der Universität Greifswald ist sich sicher: „Der Leinsamenpresskuchen ist ein vielversprechendes Element in der Herstellung einer neuen Generation funktioneller Lebensmittel. Wir wollen daher aus dem Leinsamenpresskuchen bioaktive Produkte mit gesundheitsfördernden Eigenschaften entwickeln“, so der Pharmazeut. Die neuen Lebensmittel sollen nicht nur der wachsenden Nachfrage nach alternativen Proteinquellen befriedigen, sondern auch zur Verbesserung der Gesundheit der Verbraucher durch die Bereitstellung von Probiotika und gesundheitsfördernden Pflanzeninhaltsstoffen beitragen.

Nicht nur die Forschenden waren überzeugt von den Chancen, die das vermeintliche Abfallprodukt liefert. Sie konnten erfolgreich eine Förderung im Rahmen des Programms Interreg Polen–Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg für drei Jahre einwerben. Knapp zwei Millionen Euro stehen der Universität Greifswald, der Pommerschen Medizinischen Universität Stettin und den Industriepartnern MICROMUN – Institut für Mikrobiologische Forschung und BioResQ für die Entwicklung zur Verfügung.

„Die Zielgruppe dieser Produkte sind Menschen, die eine pflanzliche Ernährung verfolgen, auf der Suche nach funktionellen Lebensmittelalternativen sind sowie ältere Menschen, die zunehmend Wert auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung legen. Diese Produkte könnten auch für Verbraucher interessant sein, die an Gesundheitsproblemen wie Laktoseintoleranz, Milcheiweißallergien oder chronischen entzündlichen Erkrankungen leiden und deren Risiko verringern möchten“, sagt Prof. Dr. Łukasz Łopusiewicz von der Universität Greifswald.

Weitere Informationen zum Projekt Flaxinuum

Das dreijährige Projekt mit einem Gesamtbudget von 1.859.839,53 Euro zielt darauf ab, innovative, pflanzenbasierte funktionelle Lebensmittel auf der Basis von Leinsamenpresskuchen – einem regionalen Nebenprodukt der Ölproduktion – zu entwickeln.

Leitung: Universität Greifswald: Pharmazeutische Biologie (Leitung: Prof. Dr. Sebastian Günther, Projektkoordination: Prof. Dr. Łukasz Łopusiewicz), Pharmazeutische Bioanalytik (Leitung: Prof. Dr. Ulrike Garscha)

Projektpartner: Pommersche Medizinische Universität Stettin (Leitung: Dr. Paweł Kwiatkowski), MICROMUN – Institut für Mikrobiologische Forschung (Leitung: Prof. Dr. Beatrice Großjohann), BioResQ (Leitung: Prof. Dr. Beatrice Großjohann)

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