Big-Bag-Entleerstationen
Hygienischer Einsatz von Big-Bag-Entleerstationen

Von Manja Wühr 6 min Lesedauer

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Lebensmittel müssen unter hygienischen Bedingungen produziert werden. Doch was heißt das für die Big-Bag-Entleerung? An welchen Stellen kann es beim Prozess der Big-Bag-Entleerung überhaupt zu Kontaminationen kommen? Wie sollten Big-Bag-Entleerstationen im Detail konstruiert werden, um hohen Hygieneansprüchen gerecht zu werden?

Profile aus Rundrohr und abgeschrägte Eckprofile bieten Verschmutzungen und Produktresten keine Ablagefläche.(Bild:  J. Engelsmann)
Profile aus Rundrohr und abgeschrägte Eckprofile bieten Verschmutzungen und Produktresten keine Ablagefläche.
(Bild: J. Engelsmann)

Es gibt viele Gründe, warum Betreiber von Big-Bag-Entleerstationen Wert auf einen hygienischen Maschineneinsatz legen. In der streng regulierten Lebensmittel- und Pharmaindus­trie beispielsweise ist der Einsatz von Maschinen im Hygienic Design unerlässlich, um Produktkontaminationen durch Keimbildung vorzubeugen. Doch auch in anderen Branchen steigen die Hygieneanforderungen, beispielsweise um eine Kreuzkontamination verschiedener Produkte zu vermeiden oder um den Bediener vor gesundheitsschädlichen Stoffen zu schützen, die aus der Anlage austreten könnten. Auch praktische Gründe wie die einfache Reinigbarkeit der Komponenten oder der Wunsch nach einer sauberen Anlagenumgebung, sprechen für den Einsatz von Hygienic-Design-Maschinen.

Keimen und Fremdkörpern vorbeugen

Eine mögliche Keimbildung zu vermeiden ist insbesondere in der Produktion von Lebens- und Arzneimitteln, aber auch immer öfter in der Fein- und Grundstoffchemie oberstes Gebot. Keime bilden sich vor allem dann, wenn Produktreste oder andere Verunreinigungen in der Maschine über längere Zeit nicht beseitigt werden und verderben. Die dadurch entstehenden Bakterien bzw. Keime breiten sich rasend schnell in der Maschine aus. Um dem vorzubeugen, muss das eingesetzte Produktionsequipment gründlich reinigbar sein. Maschinen für hohe Hygieneansprüche sollten daher möglichst totraumfrei konstruiert sein. Ecken bzw. Kanten sollten abgerundet sein und vergrößerte Radien aufweisen, sodass alle Bereiche bei der Reinigung gut zugänglich sind. Auch kleinste Risse oder unsaubere Schweißnähte sind häufig von Ablagerungen betroffen, die nur schwierig wieder entfernt werden können. Betreiber sollten diese Aspekte bei der Maschinenauswahl beachten – insbesondere wenn es sich um produktberührende Bereiche handelt.