Hafermühlen suchen Vertragspartner Hafermarkt wächst rasant – Deutschland bleibt Importeur

Von VGMS, Statista 1 min Lesedauer

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Die Nachfrage nach Hafer boomt – vor allem Haferdrinks treiben den Markt. Deutsche Schälmühlen suchen dringend heimische Ware und bieten Landwirten attraktive Vorverträge für die Frühjahrsaussaat.

Haferdrinks verdoppeln ihren Absatz bis 2030. Damit wächst auch der Bedarf der deutschen Schälmühlen an Schälhafer – möglichst regional erzeugt.(Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Haferdrinks verdoppeln ihren Absatz bis 2030. Damit wächst auch der Bedarf der deutschen Schälmühlen an Schälhafer – möglichst regional erzeugt.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Die Nachfrage nach Hafer und Haferprodukten in Deutschland steigt kontinuierlich. Ob Haferflocken, Haferdrinks, Müsliprodukte oder innovative Zubereitungen – das heimische Superfood genießt bei Verbrauchern ein positives Image. Besonders der Markt für Milchersatzprodukte boomt: Laut einer YouGov-Umfrage aus 2025 nutzen rund 66 Prozent der Deutschen Haferdrinks als Milchersatz, deutlich mehr als Mandelmilch mit 44 Prozent. Der Pro-Kopf-Absatz von Milchersatzprodukten lag 2024 bei knapp 5 Kilogramm und soll sich laut Statista Consumer Insights bis 2030 nahezu verdoppeln. Die Schälmühlen haben entsprechend einen hohen Bedarf an qualitativ hochwertigem, regional erzeugtem Schälhafer. „Der Bedarf an Schälhafer ist unverändert hoch, insbesondere an Ware aus heimischem Anbau“, betont Ulrich Schumacher, Geschäftsführer der Fortin Mühlenwerke und Sprecher der Hafermühlen im VGMS. Er empfiehlt Landwirten, die zur Frühjahrsaussaat Hafer einplanen, frühzeitig Kontakt mit den Schälmühlen aufzunehmen – Vorverträge schaffen Planungssicherheit und eröffnen attraktive Vermarktungschancen.

Trotz der steigenden Nachfrage zeigt sich die aktuelle Versorgungslage positiv: Dank einer sehr guten Ernte mit über 930.000 Tonnen – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr – und deutlich ausgeweiteter Anbauflächen 2025 ist die Versorgung mit deutschem Hafer derzeit gut. Dennoch bleibt Deutschland strukturell vom Import abhängig: Der Selbstversorgungsgrad bei Hafer lag 2023/24 laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bei nur 55 Prozent, während er bei Getreide insgesamt 104 Prozent erreichte. Deutschland importierte im Wirtschaftsjahr 2023/24 rund 570.000 Tonnen Hafer und Hafererzeugnisse, exportierte aber nur 291.000 Tonnen – wobei der Export vor allem aus Hafererzeugnissen besteht. Weltweit prognostiziert die USDA für das Erntejahr 2025/26 eine Erntemenge von rund 22,2 Millionen Tonnen Hafer. Die Verkaufspreise innerhalb der EU variierten 2024 stark: Während in Zypern 100 Kilogramm Hafer 37,56 Euro kosteten, wurden in Deutschland Preise von 20,66 Euro erzielt.

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