Sozialpartnertag der Ernährungswirtschaft NGG und ANG fordern: „Deutschland muss Einwanderungsland bleiben“

Von NGG, ANG 2 min Lesedauer

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Gewerkschaft und Arbeitgeber der Ernährungsbranche setzen gemeinsam ein klares Zeichen für Vielfalt und Offenheit. Sie fordern einfachere Prozesse bei der Integration von Fachkräften und warnen vor rechten Diskursen.

Ein Symbol für Vielfalt und Offenheit: Beim Sozialpartnertag der Ernährungswirtschaft unterstreichen NGG und ANG ihre gemeinsame Vision einer offenen und vielfältigen Arbeitswelt, die durch klare politische Schritte unterstützt werden muss.(Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Ein Symbol für Vielfalt und Offenheit: Beim Sozialpartnertag der Ernährungswirtschaft unterstreichen NGG und ANG ihre gemeinsame Vision einer offenen und vielfältigen Arbeitswelt, die durch klare politische Schritte unterstützt werden muss.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Deutschland steht vor großen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen – und zugleich vor großen Chancen. Auf dem diesjährigen Sozialpartnertag der Ernährungswirtschaft betonten die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die zentrale Bedeutung von Vielfalt, Offenheit und einer aktiven Einwanderungspolitik für die Zukunft der Branche.

Klares Bekenntnis zu Diversität und Integration

Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG: „Deutschland ist aufgrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels auf Zuwanderung, auf Vielfalt in den Betrieben angewiesen.“(Bild:  Stephan Pramme)
Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG: „Deutschland ist aufgrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels auf Zuwanderung, auf Vielfalt in den Betrieben angewiesen.“
(Bild: Stephan Pramme)

„Wir sind ein Einwanderungsland, das muss so bleiben“, brachten Guido Zeitler, Vorsitzender der NGG, und Ralf Hengels, Vorsitzender der ANG, die gemeinsame Position auf den Punkt. Die Unternehmen der Ernährungswirtschaft seien divers und vielfältig und bekennten sich zu Gleichstellung und Inklusion.

Ralf Hengels, Vorsitzender der ANG: „Menschen mit Wurzeln im Ausland sind Beschäftigte, sie sind aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer.“(Bild:  Nestlé Deutschland AG)
Ralf Hengels, Vorsitzender der ANG: „Menschen mit Wurzeln im Ausland sind Beschäftigte, sie sind aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer.“
(Bild: Nestlé Deutschland AG)

Zeitler unterstrich: „Deutschland ist aufgrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels auf Zuwanderung und Vielfalt in den Betrieben angewiesen.“ In der Ernährungswirtschaft arbeiteten Menschen mit Wurzeln in rund 120 Ländern der Welt. Rechte Diskurse bis in die konservative Mitte der Gesellschaft sendeten jedoch „Signale des Nicht-Willkommens“ – dem müsse entschieden entgegengetreten werden.

Hengels betonte die Rolle der überwiegend mittelständisch geprägten Ernährungsindustrie: „Menschen mit Wurzeln im Ausland sind Beschäftigte, aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer.“ Das Forum „What the Food“ habe jüngst gezeigt, in welcher Bandbreite sie die Branche prägen.

Konkrete Forderungen für die Politik

Die Sozialpartner begrüßten die geplante Work-and-Stay-Agentur als wichtigen Schritt, forderten jedoch einfache, klare Prozesse ohne unnötige Bürokratie. Zentral sei zudem: „Sprache und Integrationsförderung sind kein Beiwerk, sondern Fundament.“ Wer hier arbeite, müsse auch ankommen dürfen – sprachlich, beruflich und gesellschaftlich. Dafür brauche es ausreichende Mittel, langfristige Programme und die klare Botschaft: „Wir investieren in Menschen, weil sie die Zukunft dieses Landes sind.“

Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft

Auf dem digital ausgetragenen Sozialpartnertag diskutierten Arbeitgebervertreter, Betriebsräte und Gewerkschaftsdelegierte gemeinsam über Strategien für eine zukunftsfähige Arbeitswelt. NGG und ANG kündigten an, ihren Dialog weiter zu vertiefen und geschlossen daran zu arbeiten, die Ernährungswirtschaft als Teil eines attraktiven, modernen und inklusiven Arbeitsmarkts zu gestalten.

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