EU-Kommission verhängt Millionenstrafe Mondelez hat jahrelange seine Produkte künstlich teurer gemacht

Von dpa 1 min Lesedauer

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Der Milka-Hersteller Mondelez hat über Jahre Produkte rechtswidrig verteuert. Verbraucherinnen und Verbraucher mussten deswegen höhere Preise für Schokolade und andere Waren zahlen. Nun hat die EU-Kommission eine millionenschwere Strafe verhängt.

Milka-Hersteller Mondelez hat seine Produkte künstlich teurer gemacht.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Milka-Hersteller Mondelez hat seine Produkte künstlich teurer gemacht.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Schoko-Gigant Mondelez hat laut Ermittlungen der EU-Kommission den Wettbewerb über Jahre verzerrt und seine Produkte künstlich teurer gemacht. Deswegen verhängte die Behörde am Donnerstag eine Strafe in Höhe von 337,5 Millionen Euro, wie die Wettbewerbshüter mitteilten. Unter anderem habe Mondelez grenzüberschreitenden Handel zwischen Ländern mit unterschiedlichen Preisen verhindern wollen. „Durch diese illegalen Praktiken konnte Mondelez weiterhin höhere Preise für seine eigenen Produkte verlangen, was letztlich zum Nachteil der Verbraucher in der EU war“, so die EU-Kommission. Mondelez stellt eine Reihe bekannter Produkte her, darunter Milka-Schokolade, Toblerone, Daim, Oreo, Mikado, Philadelphia und Tuc.

European Commission straft Mondelēz Verzerrung der Wettbewerbs in Höhe von 337,5 Millionen Euro ab. (Bild:  European Commission)
European Commission straft Mondelēz Verzerrung der Wettbewerbs in Höhe von 337,5 Millionen Euro ab.
(Bild: European Commission)

Im Januar 2021 hatte die EU-Kommission ein offizielles Verfahren eröffnet. Die Behörde teilte nun mit, Mondelez sei an 22 wettbewerbswidrigen Vereinbarungen oder abgestimmten Verhaltensweisen beteiligt gewesen. Eine Vereinbarung habe angeordnet, dass Kunden von Mondelez für Ausfuhren höhere Preise hätten verlangen müssen als für Inlandsverkäufe. „Diese Vereinbarungen und abgestimmten Verhaltensweisen fanden zwischen 2012 und 2019 statt und betrafen alle EU-Märkte“, so die Kommission.

Zudem habe sich Mondelez geweigert, einen Makler in Deutschland zu beliefern. Damit habe das US-Unternehmen den Weiterverkauf von Schokoladentafelprodukten in Österreich, Belgien, Bulgarien und Rumänien verhindern wollen, da die Preise in Deutschland günstiger gewesen seien.

Eigentlich sollte die Strafe noch höher ausfallen. Weil Mondelez mit der EU-Kommission zusammengearbeitet und seine Verantwortung ausdrücklich anerkannt habe, sei dem Unternehmen 15 Prozent der Geldbuße erlassen worden, so die Wettbewerbshüter.

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