Wegen Monsanto-Deal Bayer verkauft Crop-Science-Geschäfte an BASF

Von Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser 1 min Lesedauer

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Damit es mit der Übernahme von Monsanto klappt, will Bayer mehrere Crop-Science-Geschäfte an BASF verkaufen. Die beiden Unternehmen haben sich bereits darauf geeinigt, dass BASF das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft und ausgewählte Saatgut-Bereiche von Bayer für 5,9 Milliarden Euro übernimmt. Alle Arbeitsplätze der unbefristet beschäftigten Mitarbeiter sollen für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion erhalten bleiben.

Bayer hat einen Vertrag zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften für 5,9 Milliarden Euro an BASF unterzeichnet.(Bild:  Bayer)
Bayer hat einen Vertrag zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften für 5,9 Milliarden Euro an BASF unterzeichnet.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – „Wir gehen aktiv auf die potenziellen Bedenken der Regulierungsbehörden ein, um einen erfolgreichen Abschluss der Monsanto-Transaktion zu ermöglichen“, erklärt Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender von Bayer. Die zu veräußernden Geschäfte erzielten im Jahr 2016 einen Umsatz von insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro. Die Transaktion muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden und wird erst wirksam, wenn die Übernahme von Monsanto durch Bayer erfolgreich abgeschlossen ist.

Die Transaktion umfasst das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige Liberty Link-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie im Wesentlichen das gesamte Geschäft mit Saatgut in Feldkulturen. Dazu gehören unter anderem das weltweite Geschäft mit Baumwollsaatgut (ohne Indien und Südafrika), die Rapsgeschäfte in Nordamerika und Europa sowie das Geschäft mit Sojasaatgut. Auch die entsprechenden Forschungsabteilungen werden an BASF übergeben. Die Transaktion beinhaltet das entsprechende geistige Eigentum, Standorte sowie den Übergang von mehr als 1.800 Beschäftigten vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien. Als Teil der Vereinbarung hat sich BASF dazu verpflichtet, die bestehenden unbefristeten Arbeitsverhältnisse zu vergleichbaren Konditionen für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion fortzuführen.

„Uns ist bewusst, dass bestimmte Überschneidungen im gemeinsamen Produktangebot mit Monsanto adressiert werden müssen“, sagt Baumann. Bayer arbeitet intensiv mit den zuständigen Behörden zusammen mit dem Ziel, die geplante Monsanto-Übernahme bis Anfang 2018 abschließen zu können. Bayer wird den Nettoerlös der angekündigten Veräußerung zur teilweisen Refinanzierung der geplanten Übernahme von Monsanto verwenden.

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